Di
29
Jun
2010
ÖGB agiert als Sprachrohr der Tirol-Milch-Belegschaft
In der Diskussion rund um die Milchfusion Tirol Milch, Bergland und NÖM haben Betriebsräte offiziell die Unterstützung des ÖGB angefordert. „Via Beschluss im Zuge unserer gestrigen Betriebsratssitzung haben wir ÖGB-Sekretär Hans Ofner als unseren Chefverhandler angefordert. Er wird uns dabei helfen im Falle von Kündigungen Sozialpläne mit der Chefetage auszuverhandeln. Er hat unter anderem sein Durchsetzungsvermögen bereits im Vorjahr bei der Übersiedlung der Innsbrucker Belegschaft nach Wörgl unter Beweis gestellt“, so die beiden Betriebsratsvorsitzenden Albrecht Klaus und Otto Schiffkovics.
Wie und ob es für die mehr als 300 MitarbeiterInnen aus Innsbruck, Wörgl und Osttirol weitergehen wird, ist noch offen. „Der Informationsfluss ist momentan praktisch nicht vorhanden. Die MitarbeiterInnen des Milchunternehmens sind verunsichert und bangen kollektiv um ihren Job. Wir begrüßen zwar die Nachdenkpause im Übernahmestreit, gehen aber davon aus, dass es zu einem Stellenabbau kommen wird. Es gilt nun Vorkehrungen und Notfallpläne zu erstellen“, erklärt ÖGB-Sekretär Hans Ofner.
Bedenklich findet der ÖGB im Zuge der Streitigkeiten, dass es in der öffentlichen Diskussion mehr um den Milchpreis als um die Zukunft der Beschäftigten geht. „Die andauernde Diskussion und negative Darstellung der Marke Tirol Milch führt momentan dazu, dass diese geschädigt wird und Existenzen der ArbeitnehmerInnen und Bauern damit leichtfertig aufs Spiel gesetzt werden. Wir stehen zum Dialog bereit und fordern seitens der Belegschaft Informationen wie es weitergehen wird“; so Ofner abschließend.
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