LR-Switaks geplante Nulllohnrunde ist da mehr als kontraproduktiv. „Die geringe Kaufkraft und das bedenklich geringe Wachstum der TirolerInnen darf für Tiroler PolitikerInnen keine Überraschung sein. Schlecht bezahlte Jobs im Tourismus und Handel, die hohe Arbeitslosigkeit und den extrem hohen Lebenserhaltungskosten die Hauptgründe für die schlechte Kaufkraft der TirolerInnen. Jetzt gilt es rasch gegenzusteuern und nicht wie das Switak-Sparbudget für 2011 vorsieht, in erster Linie gleich Nulllohnrunde für Tiroler Landesbeamte zu fordern“, sagt der gf. Tiroler ÖGB Vorsitzende Otto Leist.
Eine Trendumkehr haben Tiroler PolitikerInnen und UnternehmerInnen selber in der Hand. Maßnahmen zur Entlastung der ArbeitnehmerInnen, zielgerichtete Arbeitsmarkpolitik, Bekämpfung der Arbeitslosigkeit und gerechte Löhne für ArbeitnehmerInnen lassen mehr Geld in den Taschen der Tiroler, welche die Konjunktur ankurbeln würde. „Man darf von den Menschen nicht immer nur fordern, fleißig heimische Produkte zu konsumieren, sondern muss ihnen auch faire Löhne bezahlen. Bundesweit hinkt Tirol in der Einkommensstatistik gewaltig hinterher. Ich bin fest davon überzeugt, dass die Wirtschaftsseite auch der Meinung ist, dass die Kaufkraft der TirolerInnen gestärkt werden muss“, so Otto Leist.
Der Aussage des Finanz-LR Christian Switak, dass es Nulllohnrunden für die Landesbeamten geben werde, erteilt der Tiroler ÖGB Vorsitzende Otto Leist jetzt schon eine Absage: „Switak hat genügen Posten wo er finanziellen Ausgaben reduzieren kann. Er selbst kann die Gehälter sowieso nicht festlegen, denn das verhandeln immer noch die Sozialpartner aus.“

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