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02

Jun

2010

WKO hat die Möglichkeit Ausgaben für Krankenstände zu reduzieren

Der geschäftsführende Tiroler ÖGB Vorsitzende Otto Leist ist empört über das Vorhaben der Wirtschaftskammer die gesetzlichen Rahmenbedingungen hinsichtlich der Verlängerung des Arbeitslosengeldbezug bei Krankengeldbezug prüfen und ändern lassen zu wollen. „Die Wirtschaft hat Möglichkeiten durch Arbeitszeitverkürzung Menschen in die Arbeitswelt zurückzuholen. Dass es Menschen krank macht, wenn sie unverschuldet in die Arbeitslosigkeit getrieben werden ist nachvollziehbar und wird nicht wie behauptet missbraucht“, erklärt Leist.

„Mir scheint die Wirtschaftskammer stellt die Kompetenz der Ärzte in Frage. Ärzte schreiben Menschen nur dann krank, wenn sie es auch wirklich sind. Die WK-Vertreter sollten ihre Energie dafür aufbringen zu prüfen warum Menschen krank werden. Die psychische Belastung arbeitsloser Menschen, die häufig auftretenden Mobbingfälle speziell bei Beamten sowie die teilweise unerträglichen Arbeitsbedingungen in diversen Branchen führen dazu, dass Menschen krank werden. Die Gewerkschaft ist gerne bereit, gemeinsam mit dem Sozialpartner den Arbeitsplatz so zu gestalten, dass Menschen weniger oft in Krankenstand gehen und die Arbeit auf mehrere Menschen FAIR aufzuTEILEN. Dazu wird auch die Wirtschaftsseite einen Schritt auf uns zugehen müssen“, meint Otto Leist abschließend.

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