Mi
02
Jun
2010
Ernstbrunner: „Meilenstein in der Frauenpolitik“
Die Tiroler ÖGB Frauenvorsitzende Ulrike Ernstbrunner ist angesichts der Sozialpartnereinigung zur Gleichstellung von Frauen und Männern hoch erfreut. „Der Frauenbericht hat bewiesen, dass die Einkommensunterschiede zwischen Männern und Frauen für gleiche und gleichwertige Arbeit nicht mehr weg zu argumentieren sind. Eine langjährige Forderung der ÖGB-Frauen, zur verpflichtenden Offenlegung der Gehälter, ist nun durch die Einigung der Sozialpartner und Industriellenvereinigung gelungen. Mit der Einigung wird der Weg zur raschen Umsetzung des Nationalen Aktionsplans um die Gleichstellung von Frauen voranzutreiben geebnet“, so Ernstbrunner.
Um das Gleichstellungsziel endgültig zu erreichen stehen noch viele begleitende Forderungen im Raum. Dazu gehört laut Ernstbrunner auch die Gehaltstransparenz bei der Jobausschreibung, ein elektronischer Lohn- und Gehaltsrechner, die partnerschaftliche Aufteilung von Kinderbetreuungspflichten und vieles mehr. „Das Thema der Gendersensibilität muss verstärkt berücksichtigt werden“, erklärt Ernstbrunner.
"Das Ende der Geheimniskrämerei und das demütigende Herabwürdigen von Arbeitsleistung bei der Zuwendung von Gehältern ist nahe. Transparente Einkommen werden das stetige Auseinanderklaffen der Einkommensschere stoppen und einen Wandel bei der Praxis der ungleichen Bezahlung herbeiführen. Diskriminierung ist kein Kavaliersdelikt" zeigt sich die ÖGB-Frauenvorsitzende Ulrike Ernstbrunner überzeugt.

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