Der Tiroler ÖGB Vorsitzende Otto Leist ist über den Rückgang der Arbeitslosigkeit erfreut, fordert aber weiter vollsten Einsatz für die noch 21.611 Tiroler Arbeitslosen. „Klarerweise verkauft die Politik den Rückgang als Erfolg, allerdings sehe ich kein Signal der Entwarnung, denn die Zahl der Arbeitslosen ist hoch und die Lage am Arbeitsmarkt wird auch in den kommenden Monaten äußerst angespannt bleiben. Da bleibt keine Zeit zum Schulterklopfen“, so Otto Leist.
Inklusive SchulungsteilnehmerInnen waren im Mai 24.447 Personen arbeitslos gemeldet. Dies bedeutet einen Rückgang der Arbeitslosigkeit um nur einen 1,4 Prozent (-345 Arbeitslose) im Vergleich zum Mai des Vorjahres. Die geplante Kürzung der Mittel für die aktive Arbeitsmarktpolitik im Jahr 2011 um 100 Millionen Euro kritisiert Leist. „Wenn es Mängel bei manchen Ausbildungskursen gibt, dann gehören die behoben. Die Kurse deshalb zusammenzustutzen halte ich für verfehlt“, meint der geschäftsführende Tiroler ÖGB Vorsitzende. Am falschen Platz zu sparen, könne teuer kommen. „Wir brauchen gut qualifizierte ArbeitnehmerInnen für die Zeit nach der Krise.“
