Die Tiroler ÖGB Frauenvorsitzende Ulrike Ernstbrunner sieht den Entwurf für ein neues Kinderbetreuungsgesetz als Schritt in die richtige Richtung. „Was uns fehlt, ist jedoch die Zusage, dass Kinderbetreuung auch gratis ist. Schließlich leiden insbesondere allein erziehende Frauen unter einer enormen finanziellen Belastung durch geringe Einkommen und hohe Lebenserhaltungskosten“, so Ernstbrunner
Der Argumentation hinsichtlich der fehlenden finanziellen Mittel kann Ernstbrunner gar nichts abgewinnen. „Hier wird wieder einmal eine Bedarfserhebung als Grundlage für eine bereits bekannte Notwendigkeit vorgeschoben. Es ist schon seltsam, dass sich Tiroler PolitikerInnen ausgerechnet bei Frauenthemen häufig querlegen und mit fehlendem Geld argumentieren. In Form eines Solidaritätsmodells und Einsparungen bei weniger notwendigen Zuwendungen wie zum Beispiel der 1,25 Millionen Euro für Tiroler Ehejubiläen im Jahr 2010, oder der 1,2 Millionen Euro für den Haflingerzuchtverband wäre dies ohne weiters durch- und umzusetzen. Der Bedarf einer ganzjährigen, ganztägigen und kostenlosen Kinderbetreuung ist mit Sicherheit vorhanden“, ist sich Ernstbrunner sicher.
