Do

27

Mai

2010

Diskriminierung bei der Leistungsbeurteilung einer der Hauptgründe für Einkommensunterschiede

Die geschlechterspezifische Diskriminierung bei der Leistungsbeurteilung ist für die Tiroler ÖGB Frauenvorsitzenden Ulrike Ernstbrunner einer der Hauptgründe für die anhaltenden und massiven Einkommensunterschiede von 815 Euro Brutto zwischen Männern und Frauen in Tirol. „Leider wird der Mann nach wie vor als technisch versiert und die Frau als kommunikativ und sorgend im Berufsleben dargestellt. Genau diese Eigenschaften werden diskriminierend bewertet und wesentlich schlechter bezahlt“, klagt Ernstbrunner.

Nach traditionellen Rollenbildern zu bewerten und zu bezahlen, wollen die ÖGB Frauen nicht gelten lassen. „Unterschiedlich und diskriminierend zu agieren darf in unserer modernen Zeit keinen Platz mehr finden. Das Beurteilungsverfahren der Arbeit  muss reformiert werden und darf keinerlei strukturelle Vorurteile zulassen. Es muss ganz einfach nach der Funktion und der geleisteten Arbeit bezahlt werden, egal ob Mann oder Frau“, so Ernstbrunner.

 

Löhne und Gehälter werden von den betrieblichen Führungskräften unter dem Aspekt einer Kosten-Nutzenrechnung vorgegeben. Die Tiroler ÖGB Frauen stellen dabei immer wieder fest, dass Männer als kompetent und Frauen als fleißig in der stereotypen Beurteilung bewertet werden. „Erst wenn Verantwortliche diesen Missstand korrigieren, die Arbeit und nicht die Eigenschaft eines Menschen in den Vordergrund rücken, dann bewegen wir uns in die richtige Richtung. Die Kosten-Nutzenrechnung wird dann auch für alle aufgehen", ist sich die Tiroler ÖGB Frauenvorsitzende Ulrike Ernstbrunner sicher.

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