Do

20

Mai

2010

Leist: „Swarovski-Stellenabbau ist für den Tiroler Arbeitsmarkt ein schwer zu verdauender Brocken“

„Der in der Pressemitteilung der Firma Swarovski dargestellte Stellenabbau von jährlich 200 MitarbeiterInnen bis zum Jahr 2014 und die Verlagerung der Produktion in die Billigländer mag aus der Sicht der Firma Swarovski notwendig sein, ist aber für den Tiroler Arbeitsmarkt ein schwer zu verdauender Brocken. Immerhin liegen selbst die Hilfsarbeiterlöhne im Vergleich zu anderen Branchen gut. Als ÖGB-Vorsitzender begrüße ich ausdrücklich das Bekenntnis zum Standort Wattens und die Ankündigung, bis zum Jahr 2014 100 Millionen Euro in den Standort zu investieren. Die Ankündigung, den Abbau über natürliche Fluktuation gestalten zu wollen, werden wir natürlich nicht nur genauestens beobachten und dabei in engem Kontakt mit den Betriebsräten bleiben, sondern erwarten uns, dass Maßnahmen zur Abfederung sozialer Härten in Abstimmung mit den Betriebsräten und den Gewerkschaften erfolgen. Wir stehen im Fall der Fälle den Betroffenen mit Rat und Tat zur Seite“, so der geschäftsführende Tiroler ÖGB Vorsitzende Otto Leist.

Die vorhandenen Arbeitsplätze gehen, egal wie der Abbau erfolgt für immer verloren, was für den Tiroler Arbeitsmarkt nachhaltig negative Folgen haben wird. Dies ist für uns alle, nämlich die Tiroler Politik, die Tiroler  Sozialpartner, aber auch für die Firma Swarovski selbst eine große Herausforderung: „Für eine kleine Region sind 800 Arbeitsplätze weniger eine schwierige Situation, denn immerhin bedeutet dieses weniger Kaufkraft, weniger Sozial- und Steuerbeiträge etc. Hier gilt es daher gemeinsam Initiativen zu entwickeln, um den Betroffenen neue Perspektiven für Arbeitsplätze und Einkommen zu eröffnen. Den Menschen, die von dieser Entwicklung, egal in welcher Form betroffen sein sollten, werden wir ein starker Partner sein und sie bei einem raschen Widereinstieg ins Berufsleben zu unterstützen“, so der Tiroler ÖGB Vorsitzende Otto Leist abschließend.

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