So

09

Mai

2010

Walter Hofer als Tiroler Vorsitzender der Gewerkschaft Bau-Holz wiedergewählt

Winterbauoffensive keine Erfindung Zoller-Frischaufs, sondern Gewerkschaftsinitiative. Walter Hofer ist als Vorsitzender der Gewerkschaft Bau-Holz (GBH) Tirol wiedergewählt worden. „Der Betriebsratsvorsitzende der Alpine Bau wird sich in Zusammenarbeit mit dem Tiroler Landessekretär Christian Hauser bestens um die Anliegen der rund 5.700 Mitglieder der Fachgewerkschaft in Tirol kümmern und auch weiterhin ähnliche Initiativen wie die Winterbauoffensive in Tirol auf die Beine stellen", ist der Bundesvorsitzende der Gewerkschaft Bau-Holz Hans Holper überzeugt.

Als Meilenstein für die Tiroler BauarbeiterInnen hat die Gewerkschaft Bau-Holz den Vorschlag der Winterbauoffensive eingebracht. „Tirols PolitikerInnen haben endlich im Sinne der Tiroler ArbeitnehmerInnen gehandelt und unseren Vorschlag umgesetzt. Landesrätin Zoller-Frischauf hat die Lorbeeren in der Öffentlichkeit eingeheimst, aber für uns zählt ohnehin nur die Tatsache, dass Arbeitsplätze gesichert werden konnten", so der Landesvorsitzende Walter Hofer.

Einen weiteren Meilenstein setzte die Gewerkschaft Bau-Holz für Lehrlinge bei den Kollektivvertragsabschlüssen im Bau- und Holzbereich. "Bereits im vergangenen Jahr ist es uns gelungen, dass den Bau-Lehrlingen die Internatskosten rückerstattet werden. Das ist bisher in Österreich einmalig und sollte auch in anderen Branchen umgesetzt werden. Heuer konnten wir in Bauindustrie, Baugewerbe und Bauhilfs- und -nebengewerbe ebenso wie in der Holz- und Sägeindustrie neben vielen anderen Leistungen eine Ausbildungsprämie und die wöchentliche bezahlte Heimfahrt für Lehrlinge bei Berufsschulinternaten vereinbaren", ist Bundesvorsitzender Hans Holper stolz.

 

Auch der ArbeitnehmerInnenschutz ist ein wesentliches Thema für die GBH. Täglich werden ArbeitnehmerInnen der Bau-Holz-Branche mit Arbeitsunfällen konfrontiert. In Österreich gab es im Jahr 2009 100.925 Arbeits- und Wegunfälle, davon verliefen 89 tödlich. Josef Muchitsch, stellvertretender Bundesvorsitzender der Gewerkschaft Bau-Holz und Abgeordneter zum Nationalrat, betont: "Das ist zwar ein erfreulicher Rückgang im Vergleich zum Vorjahr, aber keineswegs ein Grund, sich zufrieden zurückzulehnen! Jeder 7. Bauarbeiter war 2009 von einem Arbeitsunfall betroffen. Viele weitere Unfälle und auch Berufskrankheiten könnten vermieden werden, wenn die Präventionstätigkeit verstärkt würde und die ArbeitgeberInnen flächendeckend die gesetzlich geforderten Schutzeinrichtungen und -ausrüstungen zur Verfügung stellen würden."

 

Dem kann sich Hans Holper nur anschließen: "Dieses Thema muss offensiv angegangen werden. Wir brauchen eine begleitende und verpflichtende betriebliche Gesundheitsvorsorge über das gesamte Arbeitsleben und ein Arbeitsinspektorat, das sich wieder als Kontroll- statt als Beratungsorgan versteht. Für die Beratung gibt es die ArbeitsmedizinerInnen und Sicherheitsfachkräfte! Außerdem müssen die Arbeitgeber in aller Deutlichkeit daran erinnert werden, dass sie gesetzlich verpflichtet sind, für Schutzmaßnahmen zu sorgen, um Arbeitsunfällen und berufsbedingten Erkrankungen bzw. Berufskrankheiten vorzubeugen. Nach wie vor gehen 71 % aller Bauarbeiter im Schnitt im Alter von 57 Jahren in Invaliditätspension. Wir betrachten es seit vielen Jahren als eine unserer Kernaufgaben als GewerkschafterInnen, hier Aufklärungsarbeit zu leisten - bei den ArbeitgeberInnen ebenso wie bei den ArbeitnehmerInnen. Mit unseren jährlichen UV-Schutz-Aktionen gelingt uns das ebenso wie z. B. mit Initiativen zu angepasstem Gehörschutz, Schutz vor Bauchemie, Sicherheitsschulungen für Jugendliche in Lehrbauhöfen und Berufsschulen uvm."

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