Do
29
Apr
2010
Die Einkommen in Innsbruck reichen nicht fürs Auskommen
„Das vergleichsweise geringe Lohnniveau und die exorbitant hohen Lebens- und Wohnungskosten in Innsbruck führen dazu, dass für viele Menschen im Raum Innsbruck das Einkommen nicht mehr zum Leben ausreicht“, berichten der Tiroler FSG-Vorsitzende und geschäftsführende ÖGB-Vorsitzende Otto Leist und die Innsbrucker SP-Wohnungsstadträtin Dr. Marie-Luise Pokorny-Reitter.
Besonders prekär ist die Situation von Beziehern von niedrigen Einkommen auf dem Innsbrucker Wohnungsmarkt. „Derzeit warten rund 2000 WohnungswerberInnen auf eine leistbare gemeinnützige Wohnung. Alleinstehende bei der Stadt Innsbruck vorgemerkte Wohnungswerber haben ein durchschnittliches Einkommen von gerade einmal 1.150 Euro. Vorgemerkte AlleinerzieherInnen kommen gerade einmal auf rund 1.350 Euro. Vorgemerkte Familien mit zwei Erwachsenen und Kindern gerade auf etwas mehr als 2.100 Euro“, so die Innsbrucker Wohnungsstadträtin.
„Die Wohnungspreise am privaten Wohnungsmarkt in Innsbruck erreichen astronomische Höhen. Mietkosten von 10 Euro und mehr pro Quadratmeter ohne Nebenkosten sind bei diesen Einkommensverhältnissen unerschwinglich“, so Dr. Marie-Luise Pokorny-Reitter.
„Es braucht besser bezahlte Arbeitsplätze in Innsbruck. Es ist unser Problem, dass es dermaßen viele schlecht bezahlte Arbeitsplätze im Handel, Tourismus oder im Sozialen Bereich gibt. Im Zentralraum Innsbruck ist die Konzentration besonders groß. Das Phänomen der ‚working poor’ (Menschen, die trotz eines Einkommens aus Vollzeitarbeit am Rande oder in Armut leben) hat längst auch den Großraum Innsbruck erreicht. Menschen müssen zwei oder drei prekäre Jobs ausüben, um ihre fixen Kosten für Wohnungsmittel und Kleidung bezahlen zu können, so Otto Leist abschließend.


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