Mo
19
Apr
2010
TirolerInnen müssen gesund in die Pension gehen können
Im Zuge der vierten Themenveranstaltung „Alternsgerechtes Arbeiten“ der PRO-GE Tirol am 16. April im AK-Bildungshaus Seehof plädierte PRO-GE Bundessekretär Franz Riepl für bessere Rahmenbedingungen in Tiroler Betrieben: „Der Arbeitsplatz, insbesondere jene in Tiroler Industriebetrieben, muss so gestaltet werden, dass wir alle von der Arbeit gesund in die verdiente Pension gehen können. Aus diesem Grund schulen wir unsere Betriebsräte, damit Arbeitsplätze gesundheitsgerechter gestaltet werden können.“
Die durchschnittliche Lebenserwartung nimmt bei Frauen als auch bei Männern laufend zu. Den TirolerInnen geht es trotz Krise wirtschaftlich weit besser als noch vor 50 Jahren. Ein gutes Gesundheitssystem steht zur Verfügung und auch der Zugang zur Bildung ist trotz jüngster Blockadeversuche wesentlich leichter.
Die steigende Lebenserwartung führt jedoch dazu, dass wir auf eine Überalterung der Gesellschaft zusteuern. Der Trend dazu, ältere Menschen länger im Arbeitsleben zu halten, ist leider ungebrochen. Nicht nur deswegen gilt es, Präventivmaßnahmen am Arbeitsplatz zu schaffen, um vor Gesundheitsgefährdung durch belastende Arbeit zu schützen.
Speziell in der Tiroler Industriebranche sind Arbeitsplätze der Produktionsbranche leider nicht immer so gestaltet, dass ArbeitnehmerInnen die geforderten Tätigkeiten ihr ganzes Erwerbsleben so ausüben können, ohne erhebliche körperliche Schäden davonzutragen. So kommt es im hohen Arbeitsalter dazu, dass diese aus der Arbeitswelt aussteigen müssen.
Auch die zu langen Arbeitszeiten und geleisteten Überstunden führen zu Erkrankungen. Auf lange Sicht schädigt dieses Verhalten die Gesundheit der ArbeitnehmerInnen. Über die Gesundheitskampagne „Gesund in die Arbeit, Gesund von der Arbeit“ gibt die Tiroler Produktionsgewerkschaft Betriebsräten und Interessierten Ratschläge und Tipps für eine gesundheitsfördernde Arbeitsplatzgestaltung.
„Alternsgerechtes Arbeiten muss mehr zum Thema gemacht werden. Wir müssen uns alle überlegen, wie die Vorteile genützt werden können, die die Erfahrung Älterer für den Betrieb bringen. Leider ist in den letzten Jahren zu beobachten, dass insbesondere ältere ArbeitenehmerInnen der Produktionsbranche abgebaut werden, obwohl die Wirtschaft versucht mit allen Mitteln das Antrittsalter für die Pension anzuheben. Eine besorgniserregende Entwicklung“, so PRO-GE Sekretärin Christine Peresich-Steixner.
„Es ist enorm wichtig, dass junge Menschen gesund bleiben. Es muss gewährleistet werden, dass junge Tiroler ArbeitnehmerInnen ein langes und gesundes Arbeitsleben vor sich haben. Deswegen sollte die/der ArbeitgeberIn darauf achten, dass sie junge Menschen nicht mit schweren Lasten und großem Druck überfordern“, so PRO-GE Landessekretär Robert Koschin.
Speziell erfahrene ArbeitnehmerInnen wissen, worauf man am Arbeitsplatz besonders achten muss und wo Gefahren und Risiken lauern. Auf diesen Erfahrungsschatz muss in Tiroler Industriebetrieben wesentlich mehr Wert gelegt werden.
Alle weiteren FAQs zum Thema „Gesund in die Arbeit, Gesund von der Arbeit“ findet man auf www.proge.at/gesundheit.


