Mo

01

Mär

2010

Dekaden- und Zusatzkollektivvertrag für Brennerbasistunnel offiziell überreicht

v.l.n.r.: Florian Tauber (Betriebsrat Strabag), Christian Hauser (Tiroler Landessekretär der Gewerkschaft Bau Holz (GBH)), Christian Kaiser (Projektleiter), Erwin Tschaudi (Betriebsrat Porr) und Albert Stranzl (Betriebsrat Porr) v.l.n.r.: Florian Tauber (Betriebsrat Strabag), Christian Hauser (Tiroler Landessekretär der Gewerkschaft Bau Holz (GBH)), Christian Kaiser (Projektleiter), Erwin Tschaudi (Betriebsrat Porr) und Albert Stranzl (Betriebsrat Porr)

Der Tiroler Landessekretär der Gewerkschaft Bau Holz (GBH) Christian Hauser hat am Montag, den 1. März gemeinsam mit den Betriebsräten Florian Tauber (Strabag) und Albert Stranzl (Porr) den Dekaden- und Zusatzkollektivvertrag für die ArbeitnehmerInnen an der ersten Brennerbasistunnelbaustelle auf der Nordtiroler Seite ARGE Erkundungsstollen Brenner Nord offiziell übergeben. „Für uns als Gewerkschaft hat die Situation der Belegschaft oberste Priorität, nicht das Projekt selbst. Die Rahmenbedingungen für die momentan 30 Beschäftigten passen. In den nächsten Monaten werden weitere Projekte beginnen und schon bald werden sich einige hundert ArbeitnehmerInnen auf den Baustellen der BBT SE tummeln, betont Hauser.

Die Zusammenarbeit zwischen der Gewerkschaft und den beiden Unternehmen Strabag und Porr funktioniert reibungslos. „Durch intensiven Informationsaustausch mit den italienischen Gewerkschaften konnten wir entscheidende Informationen über die Vorgehensweise und Problemfelder mit der BBT SE und vor allem mit dem Vorstandsvorsitzenden Prof. Ing. Konrad Bergmeister im Vorfeld besprechen und in entscheidende Phasen mit einfließen lassen. Den ArbeitnehmerInnen vor Ort wird es also an nichts fehlen“, zeigt sich Hauser zufrieden.

 

So konnte zum Beispiel erreicht werden, dass sich im Vorfeld beide Urlauberkassen aus Italien und Österreich einigen konnten. Dies hat zur Folge, dass alle beschäftigten österreichischen Bauarbeiter, egal ob sie auf der italienischen oder österreichischen Seite arbeiten, bei ihrer heimischen Urlaubskasse gemeldet bleiben. „Des Weiteren wurde bereits Monate zuvor dafür gesorgt, dass die im Tunnel tätigen MitarbeiterInnen in Wohnheimen und Gasthöfen untergebracht werden. Nicht in Containern wohnen zu müssen ist besonders wichtig für die Lebensqualität der Beschäftigten“, informiert Hauser.

 

„Dass Dekadenverträge und Arbeitszeitmodelle bereits im Vorfeld vereinbart und unterzeichnet wurden, ist für uns GewerkschafterInnen sehr wichtig. Wird dies erst im Nachhinein geregelt, kommt es erfahrungsgemäß zu Problemen“, so Hauser. Zuständige BetriebsrätInnen einzubinden muss oberste Gebot sein. Regelmäßige Arbeitstreffen zwischen BBT SE, ausführenden Firmen, Betriebsräten, Arbeitsinspektorat und Gewerkschaften werden stattfinden. Auch die Betreuung der Beschäftigten durch die zuständige Gewerkschaft wird nach einem vereinbarten Muster durchgeführt.

 

Momentan arbeiten an der Baustelle ca. 30 ArbeiterInnen. In den kommenden Monaten werden bis zu 100, im folgenden Jahr bis zu 300 Beschäftigte für das Projekt im Nordtiroler Raum tätig sein. Zu Hochzeiten werden sich bis zu 1.500 ArbeiterInnen um den Bau des Tunnels kümmern.

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