Fr
29
Jan
2010
Sozialpartner geschlossen für mehr Unterstützung der KIAB-MitarbeiterInnen im Kampf gegen Schwarzarbeit
Der der Tiroler Wirtschaftskammerpräsident Jürgen Bodenseer und der Tiroler ÖGB Vorsitzende Gerhard Schneider fordern gemeinsam mehr Unterstützung der KIAB-MitarbeiterInnen in der wirksamen Unterbindung von Schwarzbeschäftigung und Schwarzarbeit. Dass in Tirol mehr Disziplinaranzeigen gegen Beschäftigte der KIAB laufen als Sozialbetrugsverfahren ist weder verständlich noch akzeptabel, sondern fördert den Sozialbetrug, der zu Lasten aller fleißigen ArbeitnehmerInnen und Wirtschaftstreibenden geht.
„Wir verurteilen die mangelnde Rückendeckung der KIAB MitarbeiterInnen seitens der Politik. Besonders in Anbetracht der Tatsache, dass diese sehr gute Arbeit leisten, was an der Leistungsüberschreitung von sagenhaften 46 Prozent deutlich abzulesen ist, muss diese Kritik angebracht werden. Genau aus diesem Grund müssen die Kapazitäten und insbesondere die Rahmenbedingungen für die Beschäftigten der KIAB (Kontrolle illegaler Arbeitnehmerbeschäftigung) ausgebaut und verbessert werden. Wenn dies nicht getan wird, kann dies für uns alle fatale Folgen haben. Schwarzbeschäftigung bzw. Schwarzarbeit würde somit weiter gefördert werden und der öffentlichen Hand entgehen Millionen an Einnahmen, die man jetzt in Zeiten der Krise besonders dringend benötigt“, klärt Schneider auf.
Auch der Tiroler Wirtschaftskammerpräsident fordert den Ausbau der Schwarzarbeitskontrolle. „Zur Bekämpfung der Schwarzarbeit müssen alle nur erdenkbaren Instrumente eingesetzt werden. Der Schaden für die Wirtschaft geht alleine in Tirol in die Millionen. Außerdem führt Schwarzarbeit wie auch Schwarzbeschäftigung zu einer Wettbewerbsverzerrung, d.h. auf Kosten jener, die sich an Spieregeln und Gesetze halten. Uns allen gehen durch Schwarzarbeit bzw. Schwarzbeschäftigung Steuern und Abgaben verloren. Den dadurch entstandenen Schaden müssen wir alle bezahlen, egal ob UnternehmerInnen oder ArbeitnehmerInnen. Der KIAB dürfen daher im Einsatz gegen Schwarzarbeit bzw. Schwarzbeschäftigung keine Prügel zwischen die Füße geworfen, sondern personell wie auch organisatorisch mehr Unterstützung geboten werden. Dazu gehört auch die Unterbindung des Disziplinarverfahrenswahn“, so Bodenseer abschließend.
