Mi
20
Jan
2010
Kufsteiner Arbeitslosigkeit könnte deutlich höher sein
Die Zahl der Arbeitslosen in Bezirk Kufstein von 2708 im Jahresdurchschnitt 2009 ist für den ÖGB auf den Wegfall der Industrie-Arbeitsplätze zurückzuführen. „Jedoch könnte die Arbeitslosenquote noch deutlich höher liegen, hätte der ÖGB nicht mit dem Instrumenten Kurzarbeit, Sozialplan und offene Arbeitsstiftung dafür gesorgt, dass Kufsteiner entweder ihren Job behalten oder sozial abgesichert in Fortbildung gehen können“, so der Kufsteiner ÖGB Sekretär Robert Wehr.
Die momentan 2837 KufsteinerInnen ohne Job müssen noch ein wenig ausharren. Während die Wirtschaft wieder Erfolgsmeldungen und Umsatzsteigerungen vermelden wird sich der Arbeitmarkt langsamer erholen. „Es gilt in erster Linie dafür Sorge zu tragen, dass sich jene die momentan ohne Job sind fortbilden können. Die offene Arbeitsstiftung hat alleine in Kufstein 67 Menschen aufgefangen und ihnen ermöglicht, dass sie sich arbeitsmarktorientiert auf zukünftige Aufgaben vorbereiten können“, so Wehr.
Wehr sieht im Modell der Kurzarbeit durchwegs positive Aspekte, trotz anfänglichem Sturmlaufen der Wirtschaftskammer gegen den Lösungsvorschlag des ÖGB Tirol. „Inzwischen sind uns nicht nur tausende ArbeitnehmerInnen dankbar, dass wir Kurzarbeit durchbringen konnten, sondern auch Unternehmen, die nach Auftragsaufschwung innerhalb kürzester Zeit wieder mit voller Kraft Aufträge abarbeiten konnten“, so Wehr abschließend.

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