Der Tiroler ÖGB Vorsitzende Gerhard Schneider fordert Tiroler Politiker auf im Kampf gegen Schwarzarbeit und Pfusch nicht immer mit Worthülsen zu operieren, sondern konsequent und hart aufzutreten und den Beschäftigten der KIAB die notwendigen Rahmenbedingungen zu gewährleisten. „Momentan ist es in Tirol leider so, dass mehr Disziplinaranzeigen gegen Ermittler der KIAB im Kampf gegen Schwarzarbeit und Pfusch behandelt werden, als Sozialbetrugsanzeigen im Kampf gegen Schwarzarbeit und Pfusch“, kritisiert Schneider.
„Ich hege den Verdacht, dass hier versucht wird die Ermittler mundtot zu machen. Die laufenden Disziplinaranzeigen gegen die Ermittler bremsen und hemmen die Arbeit und den Kampf gegen den Pfusch. Deshalb droht ein weiterer Anstieg des wirtschaftlichen Schadens durch Schwarzarbeit in Tirol. Gerade die jüngste Vorgangsweise gegen den Tiroler KIAB-Leiter ist ein weiteres Beispiel dafür, wie wenig konsequent Politik gegen Schwarzarbeit, sehr wohl aber gegen Mitarbeiter vorgeht, die ihren Job in der KIAB ernst nehmen. Es reicht der Finanzminister sollte sich weniger mit taktischen Karrierefeldspielen aufhalten, sondern endlich einmal konsequente Schwarzbeschäftigungs- und Schwarzarbeitsbekämpfung durchführen, als seine MitarbeiterInnen behindern zu lassen!“, warnt Schneider.
Seit Jahren ortet der ÖGB Tirol organisierte Formen der Schwarzbeschäftigung und -arbeit. Unternehmen werden mit der Absicht gegründet, durch spätere Insolvenz Sozialversicherungsträger, Finanz und Bauarbeiter-Urlaubs- und Abfertigungskasse zum eigenen Vorteil zu schädigen. Neuere Formen zielen auf die Umgehung von in den EU-Beitrittsverträgen enthaltenen Übergangsbestimmungen durch Scheinselbstständigkeit ab, sowie auf Lohndumping bei der Entsendung von Arbeitskräften aus dem Ausland.
Für den ÖGB ist die Bekämpfung, insbesondere der organisierten Schwarzarbeit stets ein wichtiges Anliegen. „Deshalb müssen auch Tiroler Politiker dafür Sorge tragen, dass die Rahmenbedingungen für KIAB-MitarbeiterInnen verbessert und deren MitarbeiterInnen nicht behindert werden, um den von ihnen prolongierten Pfusch-Wildwuchs Herr zu werden“, so Schneider abschließend.
