Als ich am 14. Jänner 2010 in der Tiroler Tageszeitung die Aussage des Raben verkörpert durch der Wirtschaftskammerpräsidenten Bodenseer gelesen habe, kam mir nur ein Gedanke in den Sinn: Leidet er unter Gedächtnisschwund? Sich darüber zu beschweren, dass Menschen in Not für Fehler der Wirtschaft bezahlen müssen, ist mehr als bedenklich. Die WKO fordert, dass Unternehmen die Milliarden an Soforthilfe kassiert haben noch mehr begünstigt werden. Vermögen muss besteuert werden und Menschen, die durch das Unvermögen von gierigen Managern oder Eigentümern in Not geraten sind, müssen entlastet werden. Auch die Vorgehensweise der Wirtschaftskammer durch Inserate in diversen Zeitungen die arbeitende Bevölkerung untereinander aufzuhetzen und damit eine Neiddebatte auszulösen verurteile ich aufs tiefste. Wir müssen uns mit aller Kraft gegen die unersättliche Profitgier einiger Tiroler Unternehmen stemmen. Anmaßungen wie diese kürzlich Veröffentlichte bezeichne ich als bodenlose Frechheit und gehe nicht davon aus, dass sich die Wirtschaftkammer sich Meinungen in der Bevölkerung nicht kaufen kann.
Euer Otto Leist!
