Di
05
Jan
2010
Sicherheitskenntnisse der Tiroler Lehrlinge mangelhaft
Die Jugend des ÖGB Tirol ortet bei den Sicherheitskenntnissen der Tiroler Lehrlinge grobe Mängel. „Generelle Schulungen zur Verbesserung der Sicherheit würden einen Teil dazu beitragen, dass die Arbeitsunfälle innerhalb der Lehrzeit zurückgehen würden. Ein Expertenpool könnte dabei einen wesentlichen Anteil zur Sicherheit im Betrieb beitragen“, so der Tiroler ÖGB Landesjugendvorsitzende Manuel Unterkircher.
„Es besteht Handlungsbedarf. Alleine im Jahr 2008 gab es 720 Arbeitsunfälle in denen Lehrlinge verwickelt waren. Für Einschulungen und Unterweisungen samt Information über die Unfallgefahr bei der Arbeit bleibt oft zu wenig Zeit. Auch die Kontrollen der Arbeitsinspektion sind zu wenig effektiv, da die nötigen personellen Kapazitäten fehlen. Die Schaffung eines Jugend- und Lehrlingsinspektorats wäre sinnvoll", ist sich der Tiroler ÖGB Landesjugendsekretär Philip Wohlgemuth sicher. Jugend- und Lehrlingsinspektorate müssen eigenständig arbeiten und dürfen nicht in Verbindung mit der Lehrlingsstelle der Wirtschaftskammer stehen.
„Jeder Arbeitsunfall ist einer zuviel. Es muss ein klares Signal zu Unfallpräventation geben, denn auch die Firmen würden von der Reduktion der Krankenstände profitieren", so der Landesjugendsekretär Wohlgemuth.
„Nur am Beginn der Lehrzeit eine halbherzige Sicherheitsschulung durchzuführen ist zu wenig. Es wäre sinnvoll, eine jährliche Auffrischung innerhalb der Arbeitszeit im Betrieb zu organisieren", so Unterkircher abschließend.
