Di
22
Dez
2009
FSG Tirol trauert um Ferdinand Obenfeldner
Tirol verliert mit Ferdl Obenfeldner einen ihrer ganz großen Bürger und Gestalter. „Der Tod von Ferdinand Obenfeldner in seinem 93. Lebensjahr ist nicht nur für mich als FSG-Vorsitzender ein herber Verlust, sondern auch für ganz die ganze Sozialdemokratie", trauert der Tiroler FSG Vorsitzende Otto Leist. Obenfeldner war Träger der großen Victor Adler Plakette, Ehrenbürger der Landeshauptstadt Innsbruck und Direktor der Tiroler Gebietskrankenkasse.
Der im Jänner 1917 geborene Ferdinand Obenfeldner war nicht nur ein großer Sozialdemokrat und Politiker, sondern auch ein Menschenfreund und Ehrenmann. Der Begriff „Sozial" prägte sein ganzes Leben, sowohl beruflich als auch privat. Er war ein Politiker der Emotionen und der Leidenschaft. Er suchte gerne den persönlichen Kontakt zur Bevölkerung. Am liebsten auf den Fußballplätzen und im Eishockeystadion.
Von 1950 an war Obenfeldner bis 1985 im Innsbrucker Gemeinderat und von 1962 an Bürgermeister-Stellvertreter. Er prägte die Sportlandschaft in Innsbruck, vor allem die Olympischen Spiele 1964 und 1976, trieb die Stadtplanung voran und sorgte sich um den sozialen Wohnbau.
Aber auch im Berufsleben ging es für Obenfeldner immer um die Menschen und ihr Wohlergehen. 44 Jahre war er in der Tiroler Gebietskrankenkasse bis 1990 tätig, davon 39 Jahre als leitender Direktor. Er formte und gestaltete den Wiederaufbau hin zum heutigen Vorzeigemodell für ganz Österreich. Bei vielen Innovationen im Sozialversicherungsbereich war die TGKK unter seiner Führung österreichweit die Vorreiterin.
Ferdinand Obenfeldner war unter anderem Ehrenbürger der Stadt Innsbruck, Träger des Ehrenzeichen des Landes Tirols, des Großen Ehrenzeichens für Verdienste um die Republik Österreich sowie der Victor Adler Plakette.
„Unser vollstes Mitgefühl gehört in dieser schweren Zeit natürlich seiner Familie".
Otto Leist
Tiroler FSG Vorsitzender
