Mi
09
Dez
2009
Gewerkschaft entsetzt über sinnlose Tourismusverband-Äußerung zu Sonntagsöffnungszeiten
Das Unverständnis des Tourismusverbandes für die mangelnde Bereitschaft der Innsbrucker Unternehmen am Sonntag ihre Geschäfte in der Innenstadt aufzusperren ist für die Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier nahezu lächerlich. „Schade ist es, dass die wenigen Vernünftigen, die am Sonntag nicht aufsperren wollen, weil es kaufmännisch gesehen einfach ein Unsinn wäre, deswegen gerügt werden. Noch bedenklicher ist die Tatsache, dass die Kritik ausgerechnet von Karl Gostner kommt, dessen Warensortiment (Bettenstudio Tyrler) eigentlich gar nicht unter die Tourismusregelung fällt, aber trotzdem an Sonn- und Feiertagen aufsperrt“, so der Tiroler ÖGB Vorsitzende und GPA-djp Regionalgeschäftsführer Gerhard Schneider.
In erster Linie geht das Aufsperren an Sonntagen auf Kosten und zu Lasten der Kaufleute und deren Beschäftigten. „Gut ist, dass es noch UnternehmerInnen gibt, die sich und anderen diese Mehrbelastung vor Weihnachten nicht zumuten wollen. Hier sieht man wieder die Doppelzüngigkeit mancher Unternehmer und was man ihren Beteuerungen glauben darf. Sie wollen also doch jeden Sonn- und Feiertag aufsperren. Wer nicht mitzieht wird öffentlich unter Druck gesetzt“, kritisiert auch Robert Mayrhofer, GPA-djp Regionalsekretär.
Dass die Kritik ausgerechnet vom Obmann des Innsbrucker Tourismusverbandes Karl Gostner kommt wundert Schneider schon sehr: „Gostner lehnt sich mit seiner Aussage schon sehr weit aus dem Fenster. Er bietet in seinem Bettenstudio Tyrler nicht gerade touristische Produkte an, sperrt aber trotzdem an Sonn- und Feiertagen auf. Das ist nicht im Sinne der Regelung.“

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