So

06

Dez

2009

Leist: „Wenn sich der 8.Dezember rechnet, dann belügen Handelsunternehmen ihre MitarbeiterInnen“

Das Öffnen der Geschäfte am 8. Dezember kann sich laut der Fraktion Sozialdemokratischer GewerkschafterInnen Tirols nicht rechnen. „Damit sich der Verkauf von Produkten an diesem Tag rechnet, müssten diese dreimal so teuer wie normal verkauft werden. Sollte diese Rechnung nicht stimmen, dann scheint es so als ob sich Handelsunternehmen die restlichen 364 Tage im Jahr äußerst unfair verhalten, wenn es um Löhne der Belegschaft geht“, rechnet der Tiroler FSG Vorsitzende Otto Leist vor

ArbeitgeberInnen müssen für den laufenden Feiertag das laufende Endgelt bezahlen. Für jeden, der an diesem Tag im Geschäft steht, muss ein 100%er Überstundenzuschlag bezahlt werden. Zusätzlich werden dem/r Beschäftigten noch Zeitausgleich in der mindestens geleisteten Überstundenzahl gewährleistet (4 beziehungsweise 8 Stunden).

 

„Anscheinend geht diese Rechnung für den Handel auf, trotz Bezahlung des dreifachen Lohnes. Hier sieht man, dass die Wirtschaft bei KV-Verhandlungen im Handel schon weit mehr Spielraum als ein durchschnittliches Plus von 1,6 Prozent und Mindestbetrag zur Verfügung hätte. Schade, dass Handelsunternhemen rein zu Lasten ihrer MitarbeiterInnen agieren und fette Gewinne einstreichen“, so Otto Leist enttäuscht.

 

Am 8. Dezember muss kein Handelsangestellter arbeiten. Jede/r HandelsunternehmerIn muss seine MitarbeiterInnen bis spätestens 10. November darüber informiert haben, wenn er/sie wünscht sein/ihr Geschäft zu öffnen und ArbeitnehmerInnen beschäftigen. Diese können dann frei entscheiden, ob sie arbeiten wollen oder nicht.

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