Mi
25
Nov
2009
Otto Leist: „50.000 Tiroler Handelsangestellte dürfen bei KV-Verhandlungen nicht durch die Finger schauen“
Der Wirtschaftsbereichsvorsitzende des Handels in der GPA-djp Tirol Otto Leist, fordert die Unternehmerseite auf, bei den KV-Verhandlungen der Handelsangestellten die mehr als 50.000 betroffenen Tiroler Handelsbeschäftigten nicht im Regen stehen zu lassen.
„Unter Betrachtung der wirtschaftlichen Entwicklung im Handelssektor, muss der Abschluss prozentuell höher sein als in anderen Branchen. Unternehmen haben jetzt die Chance sich solidarisch zu zeigen und ihren MitarbeiterInnen endlich fairere und sozial gerechtere Löhne zu bezahlen. Um dies zu erreichen findet morgen eine bundesweite Betriebsrätekonferenz in Wien statt“, informiert Otto Leist.
Die vierte Runde bei den laufenden KV-Verhandlungen im Handel wurde am 18. November unterbrochen, weil keine Einigung erzielt werden konnte. Kommenden Freitag werden die Verhandlungen wieder aufgenommen. „Die Situation spitzt sich zu. ArbeitgeberInnen sind nicht bereit, einen vertretbaren Abschluss anzubieten. Damit missachten sie die Leistung der Beschäftigten im Handel. Um dem Nachdruck zu verleihen werden wir morgen in der Betriebsrätekonferenz die weitere Vorgehensweise festlegen.
Ebenso wollen wir an diesem Tag den Gehaltskonflikt im Handel öffentlich sichtbar machen“, so Otto Leist.
„Gerade die Beschäftigtenstruktur im Handel, mit einem hohen Frauenanteil, macht eine kräftige Gehaltserhöhung absolut notwendig. Wir brauchen Einkommen zum Auskommen. Die Handelsunternehmen haben keinen Grund zum Klagen. Der Inlandskonsum entwickelt sich nicht zuletzt aufgrund der guten Gehaltsabschlüsse des Vorjahres und der Lohnsteuersenkung nach wie vor sehr gut. Davon profitiert der heimische Handel. Wann, wenn nicht in diesem Herbst ist es gerechtfertigt, dass der Abschluss Handel auch höher ausfällt als etwa in Industriebereichen“, so der Tiroler Wirtschaftsbereichsvorsitzende in der GPA-DJP abschließend.
