Mi

25

Nov

2009

Ernstbrunner: „Zoller-Frischauf diskriminiert Tiroler Frauen und disqualifiziert sich selbst“

Als abschreckend und diskriminierend empfindet die Tiroler ÖGB Frauenvorsitzende Ulrike Ernstbrunner die über das ganze Land verstreute Plakatkampagne des Landes. „Für LR Zoller-Frischauf scheint die Zeit schon sehr lange still zu stehen. Die Darstellung der braven Biederfrauen, die sorglos und unbekümmert aus allen Ecken herunterlächeln, lässt so manche Tiroler Arbeitnehmerin ins Erstaunen fallen“, so Ernstbrunner.

„Es scheint, dass die Landesrätin noch zwanghaft am alten, traditionellen Zopf des Frauenbildes hängt und das Wesen einer fortschrittlichen Frauenpolitik noch nicht begriffen hat. Bekannte Tatsache ist nämlich, dass Frauen sich nicht mehr auf die Rolle der Dienstleisterin im Haushalt reduzieren lassen. Auch wenn dies medial immer wieder propagiert wird. Frauen stellen an das Leben mittlerweile auch andere Ansprüche. Dazu gehört eine faire und gerechte Entlohnung am Arbeitsplatz. Hier gibt es für die Landesrätin und ihre Kollegen noch sehr viel zu tun“, sagt die Tiroler ÖGB Frauenvorsitzende.

 

„Das Bemühen der Landesrätin, viele Frauen in das Amt der Bürgermeisterin zu heben ist erfreulich, jedoch keinesfalls für ein modernes, gleichberechtigtes Leben ausreichend.
Erst wenn Frauen mit ihrem Einkommen ein Auskommen haben und alle Scheinheiligkeiten ausgeräumt sind, werden auch die Frauen ihr politisches Potential ausschöpfen und die von ihnen angestrebten Positionen bekleiden können“, so Ernstbrunner.

 

„Das Bild des anschmiegsamen Dirndls lässt sich die moderne Tirolerin nicht gefallen. Frau Zoller soll ihre Scheuklappen herunternehmen und der Wirklichkeit ins ungeschminkte Auge schauen. Frauen sind nicht nur glücklich, wenn sie bei den Kindern sind und den Haushalt schmeißen dürfen, während der Mann Kariere im Berufsleben macht“, sagt Ernstbrunner abschließend.

Trackback-Url für diesen Artikel


Trackbacks / Pingbacks: 0

Kommentar schreiben

0 Kommentare

  • loading