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23

Nov

2009

GPA-djp Tirol: Aktionswoche „Vorrang für höheres Arbeitslosengeld! Jetzt!“

„Der Job ist weg! Die Fixosten bleiben.“ Unter diesem Motto startet die GPA-djp Tirol am 23. November 2009 eine Aktionswoche, in der eine bessere Absicherung und Existenzsicherung für mehr als 24.000 TirolerInnen, die keine Arbeit haben, gefordert wird.

„Arbeitslosigkeit ist längst kein Randgruppenthema mehr. Jede/r fünfte ArbeitnehmerIn wird pro Jahr arbeitslos. In der Krise wird diese Zahl weiter steigen. Arbeitslosigkeit ist für die Betroffenen und ihrer Familien eine extreme finanzielle und psychische Belastung“, begründet der Tiroler ÖGB Vorsitzende und GPA-djp Regionalgeschäftsführer Gerhard Schneider das Thema der Aktionswoche.

 

In Österreich ist das Arbeitslosengeld im Verhältnis zum letzten Nettoeinkommen – also die Netto-Ersatzrate - relativ niedrig. Arbeitslose Menschen sind daher stark armutsgefährdet. Das durchschnittliche Arbeitslosengeld lag 2008 bei nur EUR 806,-- (Notstandshilfe EUR 603,--), das ist deutlich unter der Armutsschwelle.

 

„Wir brauchen eine bessere finanzielle Absicherung von Arbeitslosen und ihrer Familien. Die GPA-djp fordert, dass das Arbeitslosengeld in einem ersten Schritt von derzeit 55% auf mindestens 60% des letzten Nettoeinkommens und mittelfristig auf 70% erhöht wird“, erklärt Schneider.

 

IFES-Befragung bestätigt Gewerkschaftsforderungen
„Die Ergebnisse zeigen, dass Beschäftigte genau so wie Arbeitslose die Forderung nach einer Erhöhung der Netto-Ersatzrate für sinnvoll erachten und die Notwendigkeit einer Verbesserung der materiellen Situation von Arbeitslosen erkennen. Das Ergebnis zeigt auch, dass es bestimmten politischen Kräften sicher nicht gelingen wird, einen Keil zwischen Beschäftigten und Arbeitslosen zu treiben. Arbeitslose Menschen dürfen nicht in eine existenzbedrohende Situation schlittern. Sie brauchen finanzielle Sicherheit, um sich beruflich neu orientieren zu können. Bei der Bankenrettung hat die Regierung mit einem milliardenschweren Paket reagiert. Jetzt benötigen die von der Krise am härtesten Getroffenen schnelle Hilfe“, fordert Schneider.

 

Die Forderungen der GPA-djp:
• Rasche Anhebung des Arbeitslosengeldes
• Erhöhung der Mindestbezugsdauer des Arbeitslosengeldes auf 30 Wochen
• Entfall der Partnereinkommensanrechnung bei der Notstandshilfe
• Rasche Einführung der Mindestsicherung, für alle die keine existenzsichernden Leistungen erhalten

 

Mehr Infos im Internet unter: www.gpa-djp.at; Weblog zum Thema Arbeitslosengeld:  http://blog.gpa-djp.at/arbeitslosengeld/

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