Do

19

Nov

2009

Schneider: „Lohnverhandlungsabschluss wichtig für alle Tiroler ArbeitnehmerInnen“

Der Tiroler ÖGB Vorsitzende Gerhard Schneider ist voll des Lobes für VerhandlungsführerInnen der GPA-djp und GMTN in den gestern abgeschlossenen KV-Verhandlungen der Metallindustrie. „GewerkschafterInnen haben eine sehr gute Arbeit geleistet und zum Wohle aller Tiroler ArbeitnehmerInnen gehandelt. Die Verhandlungen werden jetzt Basis für viele weitere Branchen sein. Überhaupt kein Verständnis habe ich für Forderungen der Arbeitgeberseite hinsichtlich flexiblerer Arbeitszeiten“, so Schneider zum gestrigen Lohnabschluss.

„Plus 1,45 Prozent bei Ist-Löhnen und plus 1,5 Prozent bei Mindestlöhnen ist ein fairer Kompromiss. Mehr als entbehrlich ist jetzt jedoch die Forderung nach Flexibilisierung der Arbeitzeit. Auch die Begründung, Kurzarbeit hätte sich nicht rentiert können sich WirtschafterInnen sparen, insbesondere stattdessen Arbeitszeitflexibilisierung einzuführen, um einmal mehr Krisen auf Kosten von Arbeitnehmerinteressen zu bewältigen. In guten Zeiten haben Unternehmen satte Gewinne für sich behalten und seit Beginn der Krise wird auf Kosten und zu Lasten der Belegschaft gespart. Wenn IV-Sorger die Erhöhung als Vorleistung zur Arbeitszeitflexibilisierung sieht kann ich nur erwidern, dass diese Vorleistung seitens aller Tiroler Beschäftigten bereits in den vergangenen Jahren durch aufopferungsvollen Einsatz für den/die jeweiligen ArbeitgeberIn gewährleistet wurde“, so Schneider zu Forderungen der Industriellenvereinigung.

 

Was den Tiroler ÖGB Vorsitzenden besonders geärgert hat, sind Vorgehensweisen einzelner Unternehmen während den Kollektivvertragsverhandlungen gegen BetriebsrätInnen und damit auch gegen die Interessen der ArbeitnehmerInnen. „Diese Firmen haben deutlich zum Ausdruck gebracht, wie mangelnde Kompromissbereitschaft und Solidarität mit der Belegschaft aussieht. Jene Unternehmen werden wir in Zukunft besonders genau beobachten. Wer so vorgeht, der hat eventuell was zu verbergen“, so Schneider abschließend.

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