v.l.n.r. 1.Reihe: Reinhold Winkler (Tiroler AK Vizepräsident), Gerhard Schneider (Tiroler ÖGB Vorsitzender) und Robert Koschin (Tiroler GMTN Vorsitzender)
Mehr als 700 Tiroler ArbeitnehmerInnen und StudentInnen solidarisierten sich mit dem ÖGB und den StudentInnenvertreterInnen hinsichtlich der sozial ungerechten Behandlung in den Bereichen Bildung und Lohnverhandlungen in der Metallindustrie.
Schon gegen 17 Uhr versammelten sich die DemonstrantInnen in der Salurnerstrasse am Vorplatz der Industriellenvereinigung. Dort richtete der Tiroler GMTN Landessekretär Robert Koschin klare Worte in Richtung IV: „Wenn Herr Sorger glaubt, dass ArbeitnehmerInnen für die Wirtschaftskrise der Unternehmen in Form Nulllohnrunden bezahlen müssen, werden diese ihr blaues Wunder erleben. Viele Tiroler ArbeitnehmerInnen verzichten durch Kurzarbeit ohnehin schon auf zehn Prozent ihres Gehalts. Ändert sich das nicht, dann geht für die Wirtschaft gar nichts mehr. Schon gar nicht, wenn zeitgleich zwei Milliarden Euro an pro Jahr an Dividendenzahlungen in Österreich ausgeschüttet werden. Dagegen verwehrt sich unsere Gewerkschaftsbewegung.“
In der Zwischenkundgebung vor dem Gebäude der Wirtschaftskammer prangerte der Tiroler GMTN Vorsitzende Norbert Klotz das Vorgehen der Wirtschaftskammer in den laufenden Kollektivvertragsverhandlungen der Metallindustrie an: „Die Wirtschaftskammer will den Tiroler ArbeitnehmerInnen und Angestellten das letzte Geld aus der Tasche ziehen und eigene Fehler aus der Vergangenheit zu kaschieren. Sollte das als Witz zu bezeichnende Angebot bei den KV-Verhandlungen am kommenden Freitag aufrecht erhalten bleiben, dann wird es eine Streikwelle in den Unternehmen geben. Das garantiere ich. Tiroler UnternehmerInnen haben durch Kündigungswellen ohnehin schon genug gespart, das belegt der Anstieg der Arbeitslosigkeit von 27,6 Prozent im ersten Halbjahr mehr als deutlich.“
Bei der Schlusskundgebung in der Sowi-Aula reichte der Tiroler ÖGB Vorsitzende und GPA-djp Regionalsekretär Gerhard Schneider den Studierenden die Hand: „Wir danken allen Tiroler Studierenden für deren Solidarität den Gewerkschaften gegenüber und deren vorbildlichen Einsatz in der Bildungsfrage. Auch uns Gewerkschaften ist der freie Zugang zur und die Qualität der Bildung eine Herzensangelegenheit. Die Wirtschaftsseite versucht Profit zu Lasten aller, egal ob SchülerInnen, StudentInnen, Familien, PensionistInnen, Angestellten und ArbeitnehmerInnen zu machen. Das ist kein Geheimnis mehr, spätestens nach dem heutigen Solidarisierungsakt der Tiroler Bevölkerung kann und wird die Wirtschaft ihre Verschleierungstaktik aufgeben müssen. Wenn UnternehmerInnen, Banken und Industrielle nicht endlich ihre Schuld eingestehen und sich als Verursacher der Krise deklarieren, werden wir weitere Kampfmaßnahmen unternehmen. Wir bezahlen die Krise nicht. Darum werden wir bis zuletzt kämpfen“, so der Tiroler ÖGB Vorsitzende Gerhard Schneider.
Die Gewerkschaft wird den bei der Demo gesammelten Spendenbetrag verdoppeln, um die Streikkasse der Studierenden aufzufüllen.


