Fr

30

Okt

2009

Schneider: „Bürgermeister Winkler hat in der Causa KH Kitzbühel versagt“

Der Tiroler ÖGB Vorsitzende Gerhard Schneider ist enttäuscht vom mangelnden Einsatz der Stadtgemeinde Kitzbühel und dessen Bürgermeister Klaus Winkler in der Causa KH Kitzbühel. Durch die Schließung sind die betroffenen Beschäftigten nicht nur von der Arbeitslosigkeit bedroht, sondern man verweigert ihnen dazu zusätzlich einen gerade in der momentanen Situation notwendigen Sozialplan, wie bei der Betriebsversammlung am vergangenen Mittwoch bekannt wurde.

Als Grund wurden finanziellen Engpässe der Stadtgemeinde Kitzbühel genannt. „Da hat die Politik wieder einmal völlig gepennt. Anscheinend hat Winkler mehr Wert darauf gelegt, sich um GolfspielerInnen und Hahnenkamm-Vips zu kümmern, anstatt die Lage Krankenhausbeschäftigten ernst zu nehmen und eine vernünftige Kommunikationsbasis mit dem Land Tirol herzustellen“, ärgert sich Schneider.

 

Trotz Gesprächen mit dem ÖGB, welcher zahlreiche Lösungsvorschläge eingebracht hat, und anderen Interessensvertretern ist bis dato nicht passiert um den von der Schließung betroffenen MitarbeiterInnen eine berufliche Perspektive zu verschaffen. Die Stadtgemeinde Kitzbühel und Bürgermeister Winkler argumentiert mit ihren leeren Kassen und verweist auf das Land Tirol. Dieses wiederum fühlt sich nicht zuständig und verweist auf ein immer noch ausständiges Nachnützungskonzept der Stadt Kitzbühel. „Ich vermute, dass die Kommunikation Winklers mit dem Land etwas unterkühlt ist. Mehr jedoch werden die Beschäftigten unter den Kommunikationsfehlern leiden. Denn die Leidtragenden leben im Ungewissen und sitzen höchstwahrscheinlich auf der Strasse“, zeigt sich Schneider enttäuscht.

 

Die Betriebsräte wurden bei den Verhandlungen zum Abschluss eines Sozialplanes seitens der Krankenhaus Kitzbühel GmbH und der Stadtgemeinde Kitzbühel im Stich gelassen. „Verantwortliche schieben sich gegenseitig den Ball zu und versuchen den jeweils Anderen in die Verantwortung zu nehmen. Tatsache ist, dass die Beschäftigen weiterhin im Ungewissen über ihre berufliche Zukunft sind. Sie warten auf einen Sozialplan und auf die Nachnützungspläne seitens der Politik. Wir werden weiterhin Druck machen, denn Geld ist in Kitzbühel genug vorhanden, da bin ich mir sicher“, so Schneider.

 

Um die weitere Vorgehensweise zu klären, fordert Schneider ein Treffen mit Landeshauptmann Günther Platter, Landesrat Bernhard Tilg und dem Kitzbühler Bürgermeister Klaus Winkler. „Es muss im Gespräch klargestellt werden, dass sich weder das Land Tirol noch die Stadtgemeinde Kitzbühel aus der Verantwortung davonstehlen darf. Ich warte auf Terminvorschläge seitens der verantwortlichen Politiker, um weitere Vorgehensweisen zu fixieren. Es muss den Beschäftigten eine Zukunftsperspektive garantiert werden“, so Schneider abschließend.

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