Am 28. Oktober 2009 wurde in Wien der Forderungskatalog für die Kollektivvertragsverhandlungen im privaten Gesundheits- und Sozialbereich an die Berufsvereinigung von ArbeitgeberInnen für Gesundheits- und Sozialberufe (BAGS) übergeben. „Für die 150 Sozialeinrichtungen und deren 5.000 Beschäftigten fordern wir seitens der vida und GPA-djp neben einer realen Lohn- und Gehaltssteigerung die Einführung des Kilometergeldes, die Anrechnung der Karenzzeiten auf die Vorrückungen sowie eine Verbesserung der Vordienstzeitenregelung“, so der Tiroler GPA-djp Regionalsekretär Harald Scheighofer.
Um die niedrigeren Einkommen stärker anzuheben, fordern die Gewerkschaften neben der prozentuellen Erhöhung bei den Verhandlungen einen Mindestbetrag. Speziell für diese Berufsgruppe, welche einen sehr hohen Frauenanteil aufweist, ist eine nachhaltige Steigerung der realen Einkommen enorm wichtig. „Die Gewerkschaften fordern in Zeiten der Krise den Gesundheits- und Sozialbereich mit ausreichenden Mitteln auszustatten, um diesen für den Zusammenhalt der Gesellschaft so wichtigen Zukunftssektor und die Arbeitsbedingungen positiv weiter entwickeln zu können“, sagt Schweighofer.
„Mit dem BAGS Kollektivvertrag existiert eine kollektivvertragliche Leitstruktur, die für eine wachsende Beschäftigtengruppe Tirolweite und bundesweite Mindeststandards und kontinuierliche Einkommensentwicklung dauerhaft absichert. Diese Kontinuität darf nicht aufs Spiel gesetzt werden. Es ist auch wichtig, dass sich weitere Bereiche dem Kollektivvertrag anschließen, wie Probleme in privaten Kindergärten aufzeigen“, informiert Schweighofer. Die KV-Verhandlungen für dem privaten Gesundheits- und Sozialbereich werden am 2. und 3. Dezember 2009 fortgesetzt. Der Geltungsbeginn des BAGS Kollektivvertrages ist mit dem 1. Jänner 2010 festgesetzt.



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