Mi
28
Okt
2009
GPA-djp unterstützt Anliegen der StudentInnen
Die Tiroler GPA-djp Jugend unterstützt die Forderungen aller Tiroler StudentInnen nach einer zukunftssicheren Gestaltung des Bildungssystems. „Die morgige Demonstration ist ein deutliches Zeichen dafür, dass sich StudentInnen nicht mehr alles gefallen lassen. Es geht immerhin um die Zukunft und nicht nur darum, möglichst schnell irgendwas fertig zu studieren, um einen Abschluss in der Tasche zu haben“, verteidigt der Tiroler GPA-djp Jugendsekretär David Schumacher die Tiroler Studierenden bei ihrer Kundgebung.
Durch die Umstellung der Studienpläne auf die Bologna-Architektur, also die Gliederung in Bachelor/Master/Doktorat, sind viele Nachteile für Studierende entstanden. Die Verkürzung der Studienzeit für den ersten akademischen Abschluss (Bachelor) führte zu einer Komprimierung des Lehrstoffes und einem hohen Konkurrenzdruck zwischen den Studierenden. „Breitgefächerte Bildung, bei der jemand ein Hauptstudium betreibt und seine Kenntnisse erweitert, indem er auch interdisziplinär studiert, wurde unmöglich gemacht. Die Tendenz geht hin zu eindimensionaler Bildung. Diese ist auch nur dann gebührenlos, wenn sie schnell genug absolviert ist“, informiert Schumacher.
Die Fachhochschulstudiengebühren treffen speziell jene Menschen, deren Einkommen gering ist. „Genau aus diesem Grund müssen alle Formen der Studiengebühren abgeschafft werden. Besondern bedenklich ist die Tatsache, dass Studierende an Fachhochschulen weiterhin Studiengebühren zahlen müssen. Studierende an Fachhochschulen kommen sehr oft aus Arbeiter- und Angestelltenfamilien mit geringem Einkommen und es ist somit vollkommen unverständlich, warum gerade diese Studierende weiterhin Studiengebühren zahlen müssen und zu wenig gefördert werden“, ärgert sich Schumacher.
Eine weitere Forderung der Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier liegt darin, das Universitätsgesetzes von 2002 zurückzunehmen. „Dieses Gesetz birgt die Schwächung der Mitbestimmung und der Demokratie in sich und ebnet den Weg, Entscheidungen über den Köpfen der Studierenden hinweg zu treffen. Auch die fadenscheinige Gleichberechtigung von Frauen im Beschäftigtenbereich der Universitäten muss bekämpft werden. Hier sind mehrere unsichtbare Schranken für Frauen vorhanden“, so Schumacher abschließend.



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