Di
20
Okt
2009
Leserbrief: Vizekanzler und Finanzminister Pröll agiert unsozial bei der Hacklerregelung
Prölls Aussagen gehen wieder einmal zu Lasten der Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen. In der Öffentlichkeit über Menschen, die 40 beziehungsweise 45 Jahre in das Pensionssystem eingezahlt haben, herzuziehen ist unsozial und unfair.
Der ÖVP Mann sollte sich Gedanken machen, warum seine Freunde in der Wirtschaft bisher ältere Arbeitnehmen aus den Erwerbsleben drängen wollten. Denn in den letzten Jahren und auch noch heute werden ältere Arbeitnehmerinnen gezwungen vorzeitig in Pension zu gehen, wie man an den Beispielen Post; Telekom, ÖBB, Beamte aber auch in der so genannten Privatwirtschaft OMV gesehen hat und auch noch sieht. Auch das Banken und Versicherungswesen entledigt sich der älteren Arbeitnehmern in Form verschiedenster Varianten wie dem Golden Handshakes oder durch Kündigungen. Solange in fast allen Bereichen der Wirtschaft ältere und erfahrene Menschen aus dem Beruf gedrängt werden und die Wirtschaft und die Politik die Rahmenbedingungen für ältere Arbeitnehmer um im Beruf bleiben zu können nicht verbessert, sollte der sich der ÖVP Vizekanzler besser in Schweigen hüllen anstatt in populistischer Manier an die Öffentlichkeit zu treten und einen Teil der Jahrzehnte lang hat arbeitenden Bevölkerung zu verunglimpfen.
Roland Müller
Innsbruck, Tel.: 0664/6145497



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