Die Tiroler GPA-djp Jugend spricht sich als StudentInnengewerkschaft klar gegen die erneute Einführung der Studiengebühren aus. „Die stark ansteigende Anzahl an ausländischen Studenten wird durch wiederkehrende Studiengebühren nicht gelöst. Beweggrund der speziell aus Deutschland stammenden StudentInnen nach Tirol oder Österreich zu kommen, ist in erster Linie die Zugangsbeschränkung "Numerus clausus" in Deutschland und nicht der kostenlose Bildungszugang. Die Wiedereinführung trifft einzig und alleine die ohnehin schon stark belasteten Geldbeutel aller Tiroler StudentInnen und deren Eltern“, so der Tiroler GPA-djp Jugendsekretär David Schumacher.
Eine Zugangsbeschränkung an den Tiroler Universitäten einzuführen lehnt die GPA-djp Jugend ebenso ab. Damit baut man zusätzliche Hürde für StudienanfängerInnen auf und trifft besonders die
bildungsfernen Schichten. Diese müssen für Aufnahmetests wieder Millionenbeträge in Nachhilfe und in die Prüfungsvorbereitung investieren um möglichst gleiche Voraussetzungen zu schaffen.
Somit fallen abermals Kosten für die zukünftigen StudentInnen und deren Eltern an“, warnt Schumacher.
Mehr als zwei Drittel der StudentInnen in Österreich arbeiten neben dem Studium, um sich ihre Bildung finanzieren zu können. Sollten die Sommerferien verkürzt oder sogar abgeschafft werden,
bleibt kaum noch Zeit um sich durch Ferienjobs Geld dazuzuverdienen. Die vorlesungsfreie Zeit dient nicht nur der Erholung. Hier müssen Arbeiten geschrieben und auf Herbstprüfungstermine gelernt
werden.
Die Politik ist gefordert, sich für den freien Bildungszugang einzusetzen und die Tatsache nicht verdrängen, dass Österreich bei der Bildungsdurchlässigkeit im untersten Bereich der Europäischen
Union liegt. „Die Diskussion sollte zuerst gemeinsam mit Deutschland geführt werden. Die Möglichkeit der Ausgleichszahlung muss in Betracht gezogen werden. Zusätzliche Hürden würden nur den
reicheren ÖsterreicherInnen helfen“, so Schumacher abschließend.



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