Do
01
Okt
2009
Andrea Schremser wird FSG-Frauenvorsitzende der pro.ge
FSG-Bundesfrauenkonferenz vor Gründung der neuen ProduktionsgewerkschaftIm Vorfeld des Gründungsgewerkschaftstages der pro.ge berieten am 26. September die FSG-Frauen über die künftige fraktionelle Frauenarbeit in der neuen Produktionsgewerkschaft. Mit Andrea Schremser wurde bei der gemeinsamen Bundesfrauenkonferenz der Fraktion Sozialdemokratischer GewerkschafterInnen (FSG) in der Gewerkschaft der Chemiearbeiter (GdC) und der Gewerkschaft Metall-Textil-Nahrung (GMTN) die Vorsitzende der FSG-Frauen in der künftigen pro.ge gewählt. "Gegenwart und Zukunft halten für uns als Gewerkschafterinnen ständig neue Herausforderungen bereit", erklärte Schremser in ihrer Antrittsrede. "Wir sind aber gewohnt, stark zu sein. Ich bin zuversichtlich, dass wir die Herausforderungen erfolgreich bewältigen werden."
"Frauen verdienen in Österreich um rund ein Viertel weniger als Männer", erinnerte FSG-Bundesfrauenvorsitzende Elisabeth Vondrasek in ihrem Referat an den anstehenden 'Equal Pay Day’ am 27. September. "Denn auf Tage umgerechnet ergibt diese Einkommensschere, dass Frauen ab morgen für den Rest des Jahres quasi gratis arbeiten." In Österreich bestehe hier besonderer Aufholbedarf, die Einkommensunterschiede seien innerhalb der EU nur in Estland größer.
Die FSG-Frauen fordern in diesem Zusammenhang unter anderem die Offenlegung von Einkommen auf Betriebsebene, eine neue Form der Arbeitsbewertung und einen Lohn-/Gehaltsrechner, mit dem branchenübliche Bezahlungen nachvollzogen werden können. Auf die Finanz- und Wirtschaftskrise bezogen, forderte Vondrasek aus den Fehlern zu lernen und nicht noch einmal von vorne anzufangen. Im Unterschied zur ÖVP arbeiten FSG und SPÖ "für Lösungen, die den Menschen zugute kommen und nicht dem Markt", betonte die FSG-Bundesfrauenvorsitzende.



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