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16

Sep

2009

Schneider: „Aussetzverträge ohne Expertenrat nicht unterzeichnen“

„Aussetzverträge gehen in allererster Linie auf Kosten der Beschäftigten und sind mehr als eine unfaire Methode seitens der Unternehmen. Das Beispiel Stubai Werkzeugindustrie GmbH sollte ein Warnsignal für alle sein. Hier wurden Aussetzverträge mit den ArbeitnehmerInnen vereinbart und jetzt befinden sich sieben Beschäftigten in der Arbeitslosigkeit. Kurzarbeit hingegen ist trotz Dementis der Wirtschaftskammer eine gute und faire Alternative“, so der Tiroler ÖGB Vorsitzende Gerhard Schneider.

Trotz Abratens seitens des ÖGB Tirol hat die Firma Stubai Werkzeugindustrie auf dubiose Art und Weise mit 36 ArbeitnehmerInnen Aussetzverträge mit Wiedereinstellungszusage vereinbart. Der Wert dieser Wiedereinstellungszusage spiegelt sich in sieben Kündigungen wieder (20%). „Diese Vorgehensweise ist inakzeptabel und birgt, wie Aussetzverträge allgemein, vielen rechtlichen Fragezeichen und Risiken in sich“ kritisiert der ÖGB-Sekretär Hans Ofner.

 

Wichtig ist, dass sich Betroffene rechtzeitig und vor Unterzeichnung der Aussetzverträge beraten lassen. Seitens der Unternehmen wird immer öfter verstärkter Druck auf ArbeitnehmerInnen ausgeübt die Vereinbarung zu unterzeichnen. Die Angst vor Verlust des Arbeitsplatzes verleitet viele, dies auch zu tun. „Nicht selten wird dabei unbewusst auf Urlaubsansprüche verzichtet oder einem Übertritt von Abfertigung-Alt in Abfertigung-Neu zugestimmt. Wir raten allen Betroffenen, sich vorher bei ÖGB MitarbeiterInnen zu informieren“, ruft Ofner auf.

 

Dabei gibt es für Schneider eine wesentlich bessere Alternative in Form von Kurzarbeit. Diese ist eine solidarische Bewältigungsform der Krise. In einigen Tiroler Betrieben ist die Auftragslage wieder im steigen. Firmen die ihre MitarbeiterInnen kurz arbeiten lassen, können sofort wieder mit einem höheren Beschäftigungsstand die Aufträge abarbeiten. Firmen, die Stellen abgebaut haben, müssen erst neu Arbeitskräfte einstellen und einschulen. Dabei laufen sie Gefahr Aufträge zu verlieren“, warnt Schneider abschließend.

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