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11

Sep

2009

Schneider: „Land Tirol muss Mindestsicherung aufstocken“

Der ÖGB Tirol fordert das Land Tirol auf, die im Bund beschlossene Mindestsicherung auf die 13. und 14. Monatsrate zu erhöhen. Die Kosten dafür wären im Vergleich zu diversen Arbeitgebermaßnahmen sehr gering. Der ÖGB schätzt die Kosten auf jedenfalls unter zwei Millionen Euro ein, welches ein durchaus vertretbares Investitionsvolumen darstellt.

„In Tirol sind die Kosten für Wohnen und Pendeln verhältnismäßig hoch. Um die Tiroler Kaufkraft zu stärken und das Abrutschen der Menschen in die Armut zu vermeiden, muss auch die Tiroler Landespolitik handeln und darf nicht auf die Entscheidungen des Bundes warten“, so der Tiroler ÖGB Vorsitzende Gerhard Schneider.

 

Der ÖGB Tirol kritisiert die Entscheidung der Bundesregierung wonach nur Zwölf mal pro Jahr die Mindestsicherung von 733 Euro ausbezahlt wird. In Anbetracht der hohen Lebenskosten in Tirol, muss ein Zuschuss für armutsgefährdete TirolerInnen Pflicht sein.

 

„Und genau hier kommt die Tiroler Landesregierung ins Spiel. Eine Berechnung aus dem Einkommensstatistik 2006 zeigt auf, dass jede(r), der von weniger als 912 Euro pro Monat leben muss, armutsgefährdet ist. Dies und die aktuellen Einkommensstatistiken kann man als eine Gedächtnisstütze für Tiroler Politiker betrachtet werden. Basierend darauf müsste fraktionsunabhängig jede(r) Abgeordnete(r) beim nächsten Landtag der Auszahlung der 13. und 14. Monatsrate vorbehaltlos zustimmen. Ich hoffe inständigst das Thema an erster Stelle der Tagesordnung vorzufinden“, ist der Tiroler ÖGB Vorsitzende schon gespannt auf die kommende Landtagssitzung Ende September.

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