Mi

02

Sep

2009

Otto Leist verwundert über positive Darstellung der Tiroler Handelsumfrage

Eigenen Aussagen zufolge verdienen 23.760 Tiroler Handelsangestellte zu wenig und 25.380 bekommen Mehrstunden nicht korrekt ausbezahlt. Die FSG Tirol (Fraktion Sozialdemokratischer GewerkschafterInnen Tirols) ist mehr als überrascht über die positive Darstellung der neuesten Umfrage unter den Beschäftigten des Tiroler Handels seitens des Handelsobmanns Peter Wartusch. „Dass 56 Prozent aller Angestellten mit ihrem Gehalt zufrieden sind, bedeutet auch, dass es 44 Prozent nicht sind. Das sind immerhin 23.760 Tiroler Handelsangestellte die ihrer Meinung nach viel zu wenig verdienen. Noch drastischer stellt sich die Situation dar, wenn man bedenkt, dass 47 Prozent aller Handelsangestellten ihre Über-, Mehrstunden und Aufschläge nicht korrekt ausbezahlt bekommen. Ist das ein gutes Zeugnis? Ich glaube nicht“, so der Tiroler FSG Vorsitzende Otto Leist.

Es drängt sich auch die Frage auf, inwiefern Tiroler Handelsangestellte unbefangen auf die Fragen antworten konnten und inwiefern die Umfrage (n=300) auch repräsentativ ist. „Nichts desto trotz wird anhand dieser Umfrage bewiesen, dass Über- und Mehrstunden, sowie Aufschläge in beinahe jedem zweiten Fall nicht korrekt bezahlt werden“, bekommt Otto Leist auch Unterstützung des GPA-djp Sekretärs Robert Mayrhofer.

 

Seit der Liberalisierung der Ladenöffnungszeiten 1997 ist die Anzahl der Teilzeitbeschäftigungen im Handel kontinuierlich angestiegen. Sieht man von Führungspositionen ab, so sind kaum mehr Arbeitsplätze als Vollzeitkraft zu finden. „Eine Verkäuferin im fünften Berufsjahr verdient für 20 Stunden im Monat 557 Euro Netto. Reicht das zum Leben in Anbetracht, dass zusätzlich geleistete Überstunden in 47 Prozent aller Fälle nicht korrekt ausbezahlt werden?“ so Otto Leist mit der abschließenden Frage an den Handelsobmann Peter Wartusch.

Kommentar schreiben

Kommentare: 0

  • loading