Der Tiroler FSG Vorsitzende Otto Leist warnt Staatshilfe-Betriebe und Politik: „Kommt uns zu Ohren, dass Manager trotz staatlicher Unterstützung Boni kassieren obwohl Mitarbeiter entlassen wurden, dann kann sich das Unternehmen schon auf was gefasst machen. 10 Milliarden Euro für Unternehmen locker zu machen um die Konjunktur zu beleben ist eine Sache. Indirekt dadurch Manager für Einsparungen durch Mitarbeiterabbau zu belohnen ist eine andere, mehr als zweifelhafte Vorgehensweise.“
Die Fraktion sozialdemokratischer GewerkschafterInnen Tirols fordern daher Bestimmungen, die es ausdrücklich verbieten Prämienzahlungen an Manager zu leisten, sollte nur ein(e) MitarbeiterIn abgebaut werden. „Außerdem zeugt Mitarbeiterabbau von fehlender Innovativität und Einfallslosigkeit der Manager. Um einem Betrieb auf Vordermann zu bringen, stehen Marktbeobachtung, Nischenfindung und produktbezogene Ideen im Vordergrund. Aber bei der geringen Halbwertszeit der „so genannten“ Manager steht der eigene Vorteil (Boni) im Vordergrund. Das ist eine Entwicklung, die die FSG-Arbeitnehmervertretungs als nicht mehr hinnehmbar einstuft“, so Otto Leist.
Die FSG Tirol appelliert auch an die Verantwortung der Eigentümer. „Bei Kollektivvertragsverhandlungen in wirtschaftlich guten Zeiten bekommen wir immer wieder zu hören, man könne den MitarbeiterInnen nicht mehr geben, um Rücklagen für schlechte Zeiten zu bilden. Nun ist es höchste Zeit diesen Aussagen Taten folgen zu lassen“, fordert Otto Leist abschließend.



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