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26

Aug

2009

Entwicklungen in Medienbranche gefährden unabhängigen Journalismus

Gewerkschaftlicher Widerstand gegen Flucht in branchenfremde Kollektivverträge. "Die Presse- und Meinungsfreiheit ist ein wesentliches Grundrecht, für das die Gewerkschaften seit ihrer Gründung ganz klar stehen. Die Tendenz der Medienkonzerne durch Ausgliederungen von Unternehmensbereichen in  branchenfremde Kollektivverträge zu flüchten und  bestehende  arbeits- und sozialrechtliche Standards zu untergraben, stellen eine ernste Gefahr für einen freien und unabhängigen Journalismus dar", erklärt sich der Vorsitzende der Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier (GPA-djp) Wolfgang Katzian solidarisch mit den Protesten der JournalistInnen.

"Journalismus ist kein Gewerbe, sondern eine Tätigkeit, die nicht der Dominanz wirtschaftlicher Interessen ausgeliefert werden darf. Daher muss es auch in Zukunft spezifische kollektivvertragliche Normen geben, die der besonderen Verantwortung und Bedeutung des Journalismus für die demokratischen Standards einer Gesellschaft gerecht werden. Die Umgehung von über Jahrzehnte hinweg gemeinsam mit den Sozialpartnern auf Arbeitgeberseite ausverhandelten Standards wird es so einfach nicht spielen", so Katzian.

 

"Selbstverständlich sehen auch wir die Notwendigkeit von Reformen in bestehenden Kollektivverträgen und begrüßen das Angebot des VÖZ-Chefverhandlers Hermann Petz zur Wiederaufnahme von vernünftigen KV-Verhandlungen. Die ständigen Versuche einiger Medienhäuser, noch während laufender Verhandlungen durch Ausgliederungen den bestehenden Kollektivvertrag widerrechtlich über die Fachzuordnung von ausgegliederten Betrieben in der WKÖ rasch "loszuwerden", ist alles andere als hilfreich. Die betroffenen JournalistInnen können auch in Zukunft mit der Unterstützung ihrer Gewerkschaft auf allen Ebenen rechnen", so der stv. Bundesgeschäftsführer der GPA-djp Karl Proyer.

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