Lieber Herr Bodenseer! Die Tatsache, dass auf ihrer Wirtschaftskammer-Baustelle in Kitzbühel Schwarzarbeiter beschäftigt sind, wundert mich nicht. Dass Arbeitnehmer um wenig Geld so viel als möglich arbeiten, ist und war immer schon ihr größtes Anliegen. Doch eines ärgert mich am meisten: Sie versuchen sich jetzt nach Baustopp als Apostel der Schwarzarbeitsbekämpfung zu positionieren. Wenn ich als Häuslbauer einen Schwarzarbeiter auf meiner Baustelle arbeiten lassen würde, bekomm ich Schwierigkeiten. Doch der Tiroler Wirtschaftskammerzampano Bodenseer nicht. Sie ordnen einen Baustopp an??? Wie hätten sie in der Öffentlichkeit reagiert, wenn Schwarzarbeiter an Baustellen der Arbeiterkammer oder des ÖGBs arbeiten würden? Ich und viele andere Tirolerinnen und Tiroler wünschen uns seitens der Wirtschaftskammer Ehrlichkeit und Schuldgeständnisse. Reden sie sich nicht immer heraus, sondern agieren sie anständig und treten sie zurück, Herr Bodenseer.
Roland Müller



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