Mi
19
Aug
2009
Subventionen im Tourismus - vida erteilt dem Modell der Saisonverlängerung mittels AMS-Zuschuss eine Absage
Dem Vorschlag des Tourismusunternehmers Rudolf Tucek im heutigen Kurier, Saisonverlängerungen in der Ferienhotellerie mittels AMS-Förderung für die Beschäftigten zu bewerkstelligen, kann Rudolf Kaske, Vorsitzender der Gewerkschaft vida, nichts abgewinnen: "Ich bin immer für Maßnahmen zur Saisonverlängerung offen, ein subventionierter Tourismus kann aber nicht die Lösung sein", so Kaske. Das rechne sich in keiner Weise.
"Unternehmer oder Unternehmerin sein heißt auch Verantwortung zu übernehmen", meint Kaske. Daher mute es seltsam an, dass gerade die, die sonst "Mehr privat und weniger Staat" skandieren, sofort nach Subventionen und Unterstützung durch den Staat schreien, wenn es wirtschaftlich eng wird. Auftragsschwankungen gäbe es in vielen Branchen, eine Dauersubvention für den Tourismus sei daher nicht argumentierbar.
Die Forderung Tuceks nach Sanktionen für MitarbeiterInnen, die dieses Angebot verweigern, hält Kaske für entbehrlich: "Eine Nettoersatzrate von 55 Prozent ist kein Anreiz, in der Arbeitslosigkeit zu verharren - und schon gar nicht, wenn wir uns die niedrigen Grundlöhne im Hotel- und Gastgewerbe anschauen", so Kaske.
Die von den Sozialpartnern ausgearbeitete Qualifizierungswoche unmittelbar vor Saisonbeginn sei hingegen ein Modell, von dem alle Beteiligten profitieren: "Der Arbeitgeber bekommt eine gut ausgebildete Fachkraft, das AMS spart Geld durch die Verkürzung der Dauer der Arbeitslosigkeit und der bzw. die ArbeitnehmerIn kann die Zusatzausbildung für die berufliche Weiterentwicklung nützen", erklärt Kaske. Diese Qualifizierungsmaßnahme für Tourismusbeschäftigte findet in einem aufrechten Dienstverhältnis statt.



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