Fr

07

Aug

2009

TirolerInnen geben jährlich mehr als 7 Millionen € für Nachhilfe aus

86.674 Tiroler Schüler befinden sich momentan in ihren wohlverdienten Ferien. 85,1 Prozent der Schüler können in den knapp zweieinhalb Monaten ausspannen. 9,1 Prozent, die den Aufstieg noch nicht in der Tasche haben aber zumindest noch die Option dazu haben, müssen für ihre Wiederholungsprüfung im Herbst lernen. „Genau dieser Umstand führt zu erheblichen Zusatzkosten für Erziehungsberechtigten aufgrund teilweise teurer Nachhilfestunden. In Tirol wird dafür mehr als sieben Millionen Euro jährlich ausgegeben. Eine zusätzliche Belastung für Tiroler ArbeitnehmerInnen“, so ÖGB-Bildungsexperte Hansjörg Mühlmann. Der ÖGB Tirol zeigt auf, worauf man achten sollte um für weniger Geld die bestmögliche Nachhilfe zu bekommen.

Preise von bis zu 43 Euro pro Nachhilfestunde sind keine Seltenheit. Dabei ist nicht immer garantiert, dass die Qualität auch dem Preis entspricht. „Man sollte sich speziell bei Freunden oder Bekannten über guten Erfahrungen mit Nachhilfelehrern erkundigen. Die Qualität und Ausbildung des(r) Lehrenden sind ebenfalls ein wichtiger Indikator bei der Auswahl. Oft wird seitens der Nachhilfeinstitute eine extra Einschreibgebühr verlangt. Wie in vielen anderen Bereichen wird in einigen Fällen eine längere Bindung oder ein langfristiger Vertrag, teilweise bis zu zwei Jahren abgeschlossen. Man sollte sich daher die Frage stellen, ob das Kind tatsächlich über einen derart langen Zeitraum Nachhilfeunterricht benötigt“, so der ÖGB-Bildungsexperte.

 

Weitere Vorsicht ist bei der Dauer einer Nachhilfestunde gegeben. Teilweise dauert eine Nachhilfestunde nur 50 und nicht 60 Minuten. Ein weiterer Faktor für den Lernerfolg ist die Anzahl der Kinder, welche einer Nachhilfestunde beiwohnen. „Umso weniger Kinder im Nachhilfeunterricht sitzen, desto größer ist der Lernerfolg. Auch das Alter spielt eine Rolle. Sind Schüler unterschiedlichen Alters in einer Einheit, so verschlechtert sich das Niveau zu Lasten der Ältesten. Wir raten den Eltern, vorab eine Probestunde bei einem NachhilfelehrerIn oder –institut zu vereinbaren. Im Anschluss kann in Gesprächen mit den Lernenden die Effizienz erörtert werden“, so Mühlmann abschließend.

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