Do
23
Jul
2009
Sommerurlaub löst kein Mobbing-Problem
„Viele Tiroler Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die unter Mobbing leiden, flüchten sich in den Sommerurlaub, um danach wieder vor der gleichen, fast untragbaren Situation zu stehen“, warnt der Tiroler FSG Vorsitzende und Metro-Betriebsratsvorsitzende Otto Leist. Mobbing-Betroffene sollten den Urlaub mehr dazu nutzen, sich das Problem bewusst zu machen und nach dem Urlaub Rat und Hilfe zu suchen. Betriebsräte können dabei weiterhelfen und vermitteln.
„Von Mobbing spricht man dann, wenn Gemeinheiten, Gehässigkeiten, Schikanen und Psychoterror am Arbeitsplatz ‚alltäglich’ werden“, erklärt Otto Leist. „Viele Arbeitnehmer fahren täglich mit dem Bewusstsein zur Arbeit, dass sie von Kollegen oder Vorgesetzten regelrecht terrorisiert werden. Mobbing-Betroffene werden häufiger krank oder werden durch ihre Verzweiflung sogar in den Selbstmord getrieben, da Druck und Stress im Arbeitsleben vielfach in den Privatbereich übergehen. Verständnislosigkeit im Berufs- und Privatleben führt zu Kontaktlosigkeit, Frustration, Ausgrenzung bis zur Krankheit und Selbstaufgabe“, beschreibt der Metro-Betriebsratsvorsitzende.
BetriebrätInnen können in diesem Fall erste AnsprechpartnerInnen im Mobbingfall sein. „Wir versuchen zwischen den Betroffenen eine Lösung zu finden. BetriebsrätInnen mit Feingefühl können Mobbing schnell erkennen und schon im Keim ersticken. Zusätzlich können ArbeitgeberInnen durch Informationen, Schulungen und Betriebsvereinbarungen verstärkt vorbeugende Maßnahmen setzen“, so Otto Leist abschließend.



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