Mo

20

Jul

2009

45 ehemalige Freudenberg Mitarbeiter treten Stiftungsgang an

v.l.n.r.: Robert Wehr (ÖGB-Regionalsekretär), Hansjörg Steinlechner (Leiter des AMS Kufstein), Dr. Maria Steibl (Geschäftsführerin der amg-tirol), Mag. Anton Haidacher (Prokurist der Firma Freudenberg) v.l.n.r.: Robert Wehr (ÖGB-Regionalsekretär), Hansjörg Steinlechner (Leiter des AMS Kufstein), Dr. Maria Steibl (Geschäftsführerin der amg-tirol), Mag. Anton Haidacher (Prokurist der Firma Freudenberg)

Am Montag, den 20. Juli 2009 um neun Uhr, traten 45 ehemalige Mitarbeiter der Firma Freudenberg den Gang in die offene Arbeitsstiftung Tirol an. Ende März 2009 wurden mehr als 72 Mitarbeiter gekündigt. „Nach wochenlangen Verhandlungen konnten wir mit der Firma Freudenberg eine Einigung erzielen. Freudenberg hat nun eingesehen, dass es nur fair und sozial gerecht sein kann, den vor die Tür gesetzten MitarbeiterInnen den Gang in die Stiftung zu ermöglichen“, so ÖGB-Stiftungsexperte Johann Ofner.

„In den kommenden sechs Wochen kommt es zur Laufbahnplanung und Berufsorientierung. In dieser Zeit können sich Stiftlinge für ihren weiteren beruflichen Werdegang entscheiden. Anschließend beginnt die Ausbildung, wobei vom Lehrlingsabschluss bis hin zum Studium alles finanziert wird. Einzige Vorraussetzung ist die eine arbeitsmarktrelevante Bildungswahl. Die AMG unterstützt keine Ausbildungen, die dem Hobbybereich oder einem momentan nicht zukunftsorientiertem Bereich zuzuschreiben sind“, informiert der betreuende ÖGB-Regionalsekretär Robert Wehr.

 

Die Ausbildung kann bis zu drei, in Ausnahmefällen bis zu vier Jahren dauern. Das Arbeitslosengeld wird bei Eintritt in die Stiftung auf Eis gelegt und durch ein Stiftungs-Arbeitslosengeld ersetzt. „Bis zu 55 Prozent des letzten Bruttolohnes werden so lange ausgezahlt, bis die Ausbildung abgeschlossen ist. Sollte man in diesem Zeitraum trotz Unterstützung der AMG keinen neuen Arbeitgeber gefunden haben, so wird der individuelle Arbeitslosenbezug nach der Ausbildung weiter ausbezahlt“, so Wehr.

 

Begleitend zur Ausbildung muss jeder Stiftling einer praktischen Tätigkeit bei einem Unternehmen nachgehen. Dabei besteht die Chance dort Fuß zu fassen und in eine dauerhafte Anstellungsform überzugehen“, gibt Ofner Hoffnung.

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