„Die Gegenüberstellung der offenen Lehrstellen im Gegensatz zu den Suchenden wird verfälscht dargestellt. Von allen momentan freien Lehrstellen sind 78 Prozent im Tourismus angesiedelt. Hier besteht jedoch verhältnismäßig die geringste Nachfrage“, so die beiden Tiroler ÖGB Landesjugendsekretäre Philip Wohlgemuth und Bernhard Höfler. Die zwei Junggewerkschafter legen Verantwortlichen der Tiroler Landesregierung nahe, zu handeln anstatt die Situation schönzureden.
Die momentane Situation der Tiroler Lehrlinge sieht alles andere als rosig aus. Trotzdem rühmen sich Vertreter der Wirtschaft und stellen die Tatsache in den Raum, dass es mehr offene Lehrstellen (459) als Lehrstellensuchende (357) gibt. „299 der offenen Lehrstellen werden im Bereich des Tourismus angeboten, wobei nur 43 Jugendliche eine Lehrstelle in dieser Branche anstreben“, so ÖGB Landesjugendsekretär Philip Wohlgemuth.
In allen anderen Bereichen sieht die Situation weit weniger gut aus. „Im Metall- und Elektrobereich sind laut Studie des AMS Tirol (Juni 2009) nur 33 offene Lehrstellen vorgemerkt. Dem gegenüber stehen 69 Lehrstellensuchende“, erklärt GMTN-Jugendsekretär Bernhard Höfler.
Auf der einen Seite werden Milliarden für die Wirtschaft ausgegeben und auf der anderen Seite werden keine Mittel zur Schaffung neuer Lehrstellen zur Verfügung gestellt.



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