Vorsitzender Otto Leist
Wie die letzten Monate bewiesen haben, bringt die Globalisierung nicht von selbst den Wohlstand. „In Zukunft müssen Vorrausetzungen auch auf internationaler Ebene geschaffen werden, um verbindliche Verankerung sozialer und arbeitsrechtlicher Mindeststandards zu gewährleisten. Um positiv in die Zukunft zu blicken, muss auf internationaler und nationaler Ebene die Bekämpfung der Arbeitslosigkeit an erster Stelle stehen und nicht die Finanzierung der Banken“, so der Tiroler FSG-Vorsitzende Otto Leist hinsichtlich des bevorstehenden Weltbevölkerungstages am 11. Juli.
„Die Armut und die Arbeitslosigkeit steigt nicht nur in Tirol, sondern weltweit stark an. Schätzungsweise leben inzwischen weit mehr als eine Milliarde Menschen in extremer Armut. 60 Prozent davon sind Frauen“, zeigt FSG-Kammerrätin Ulrike Ernstbrunner auf. Für Frauen ist der Zugang zu gut bezahlter Arbeit generell schwieriger.
„Für die Armutsbekämpfung in Österreich ist es auch wichtig, in Aus- und Weiterbildung zu investieren und Rahmenbedingungen für Chancengleichheit der Frauen zu schaffen. Man darf auch in Zeiten der Krise nicht darauf vergessen, die mangelnde Vereinbarkeit von Beruf und Familie zu bekämpfen. Dies ist nach wie vor eine der größten Hürden für Frauen, die wieder in die Arbeitswelt einsteigen oder sich beruflich verbessern wollen“, so Ernstbrunner und Leist.
Die FSG fordert internationale Institutionen auf, auf die Einhaltung der ILO-Kernarbeitsnomen (ILO= International Labour Organisation) zu achten. Diese beinhalten das Verbot von Kinderarbeit, Diskriminierung und Zwangsarbeit.



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