Do

25

Jun

2009

Probleme am Arbeitsmarkt lässt Drogenkonsum steigen

In Zeiten der Wirtschaftskrise steigt der Druck auf Tiroler ArbeitnehmerInnen enorm an. Nicht Wenige greifen dann zu Medikamente, um den Druck zu kompensieren. „Es wäre ein großer Fehler zu glauben, durch Alkohol oder Tabletten die Probleme lösen zu können“, informiert der Tiroler ÖGB-Vorsitzende Gerhard Schneider anlässlich des Weltdrogentages.

„Durch die Einnahme von Rauschmittel kommt es zu einer dämpfenden Wirkung des Zentralnervensystems und zu einer Veränderung des Bewusstheitszustandes. Dies führt nach einiger Zeit zu psychische oder physische Abhängigkeit“, warnt ÖGB-Sekretär Johann Ofner.
 
Dabei spielen illegale Drogen am Arbeitsplatz nur eine geringe Rolle (1 Promille). Am häufigsten werden hingegen Tabletten konsumiert, wobei Schmerztabletten den Hauptanteil einnehmen. Mindestens 10 Prozent der Beschäftigten jedes Tiroler Betriebes leiden unter Alkoholproblemen.
 
„Schwierigkeiten am Arbeitsplatz nehmen im Bereich der Belastungen die erste Stelle ein. Medikamenten- oder Alkoholmissbrauch wächst bewiesenermaßen mit stressbedingten Ängsten, wie dem Verlust des Arbeitsplatzes“, zeigt Ofner auf.
 
„Speziell die stark ansteigende Jugendarbeitslosigkeit in Tirol kann in Zukunft verheerende Probleme in diesem Bereich aufwerfen. Deshalb muss die Politik Maßnahmen gegen die steigende Arbeitslosigkeit Jugendlicher einführen“, sagt Schneider abschließend.

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