In den nächsten Wochen soll ein neues Rettungsdienstgesetz beschlossen werden. Die wichtigste Neuerung wird die Verpflichtung zur internationalen Ausschreibung sein. „Einige Sicherheitsdienste haben bereits Rettungsdienste aus anderen Europäischen Mitgliedsstaaten übernommen. Dies bedeutet einen Verlust des gewohnt hohen Qualitätsstandard im Rettungs- und Notfallmanagement in Tirol“ sagt Günter Mayr, Tiroler Vorsitzender der Gewerkschaft vida.
Seit rund zehn Jahren gibt es den Berufsstand des Rettungs- und Notfallsanitäters, der durch gut qualifiziertes Personal hohe Anerkennung erreichen konnte. „Erfolgt die Auswahl nach dem günstigsten Anbieter, ohne Qualitäts- und Leistungsvorgaben, so kommt es unweigerlich zum Qualitätsverlust des Rettungsdienstes“ gibt Mayr zu bedenken.
Ein weiterer negativer Effekt werde der Verlust von Arbeitplätzen sein. „Der Landesvorstand der Gewerkschaft vida Tirol wird alle zur Verfügung stehenden Mittel einsetzen, damit es nicht zu einem Räumungsverkauf im Tiroler Rettungssystem und den damit verbundenen Stellenabbau unter den momentan rund 1.000 Beschäftigten kommt“, so Günter Mayr.
vida-Vorsitzender Günter Mayr fordert, dass das Land Tirol von einer derartigen Regelung im Sinne des optimalen Qualitätsanspruches und der Arbeitsplatzsicherung Abstand nimmt: „Es ist
unverantwortlich, in der jetzigen Zeit Regelungen zu treffen, die nur zu mehr Arbeitslosen führen.“


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